Patientenbeitrag

Jürgen Thiele vermutet, dass er ohne die aktive Umstellung seiner Lebensweise, in Selbstmitleid verfallen wäre


Ich wäre bestimmt wehleidig geworden … dieses Versinken in Selbstmitleid. Mit Sicherheit hätte sich meine Krankheit nicht positiver entwickelt, ich gehe eher davon aus, das ist natürlich Spekulation, eher ins Schlechte. Und damit verbunden ist ja immer das „ah jetzt geht es mir wieder schlechter und wieder und wieder, und da kann ich immer weniger” und man sitzt dann irgendwie versunken im Selbstmitleid, man wird immer vom Umfeld – „Ja die arme Socke” – bestätigt in seinem Selbstmitleid. Ich wäre unzufrieden, ich weiß nicht, ob ich jetzt dann auch den zweiten Infarkt oder den dritten… das ist auch völlig unwichtig. Dass das, was ich jetzt mache, mich ausfüllt ist übertrieben, aber zufrieden stellt, glücklich macht doch. Es sind da auch Glücksmomente dabei, die hätte ich dann nicht, wenn ich in diesem alten Trott geblieben wäre. Man kann nicht im Selbstmitleid versinken und man muss versuchen, aus dem alten Trott rauszukommen, sonst sinkst du in diese Krankheit rein.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 13.03.2011 geführt.

Jürgen Thiele ist 53 Jahre alt und hatte in den letzten fünfzehn Jahren zwei Herzinfarkte. Er hat das Rauchen und Trinken aufgegeben, seine Ernährung umgestellt und wandert viel.

Alle Beiträge von Jürgen Thiele

Schlagworte:

Neuen Kommentar verfassen






* Pflichtangaben