Patientenbeitrag

Die psychologische Betreuung hat Matthias Voss geholfen, mit der Situation nach dem Infarkt klar zu kommen und sein Leben neu zu ordnen



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Also mein Selbstvertrauen war schon extrem angeknackst nach dem Herzinfarkt, das hat jetzt schon längere Zeit gedauert. Aber klar, jedes Ziel, was man sich setzt, wenn man das erreicht, ist ein Erfolgserlebnis und darauf baut man auf. Und wie gesagt, ich kann zwar nur für mich sprechen, aber ich denke nicht, dass ich es ohne die psychologische Hilfe geschafft hätte. Weil da ganz einfach dann auch die Unterstützung da ist und auch einfach die Erfahrung aufgrund der vielen Patienten, die man schon behandelt hat. Ich bin ja da kein Einzelfall.
Ich bin in der Reha schon aufgrund meiner Situation psychologisch betreut worden und jetzt bin ich auch noch in psychologischer Behandlung.
Ja ganz einfach das Verarbeiten, von 500 auf Null runter geholt zu werden und sich dann sukzessive mit der Situation zu befassen, beziehungsweise sie zu akzeptieren, dass es so ist. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich habe 40 Jahre eine gewisse Gewohnheit gepflegt und jetzt muss ich lernen diese Gewohnheit so nicht mehr leben zu können. Und durch die Erfahrung der Psychologen, da bin ich ja keine Ausnahme, da gibt es ja viele. Ein Mitpatient in der Reha, der hat, wie er in die Reha gekommen ist, am Tag 80 Zigaretten geraucht. Das ist eine Herausforderung, 80 Zigaretten, also das muss man mal packen. Und ein absoluter Workaholic. Es geht ihm nach wie vor gut, aber er ist wieder zurückgefallen in diese ganze Situation und das möchte ich natürlich ganz einfach nicht. Ich denke, der Schritt war okay, der war vernünftig, dass ich das Angebot, was ich da gemacht bekommen habe, dass ich gesagt habe „Okay, ich nehme diese Hilfe in Anspruch“.

Matthias Voss
Das Interview wurde am 04.08.2011 geführt.

Matthias Voss ist 42 Jahre alt. Vor einem Jahr erlitt er einen Herzinfarkt, in dessen Folge er seine Lebensweise komplett verändert hat. Nach dem sofortigen Rauchstopp hat er seine Ernährung umgestellt und geht mehrmals pro Woche zum Herzsport. Aufgrund dieser Veränderungen und der psychotherapeutischen Hilfe geht es ihm heute gut.

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