Patientenbeitrag

Seit dem Blick auf den Monitor bei der Herzuntersuchung hat Helmut Röder nie wieder eine Zigarette geraucht



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Ich war also ein starker Raucher, habe bis zu 60 Zigaretten am Tag geraucht und nach meinem ersten Herzkatheter als ich mein Innenleben gesehen habe, war von einer Stunde auf die andere von 60 auf Null.

Sie sehen die Engstelle im Herz, sie sehen wie die aufpumpt ist, sie sehen wie das Kontrastmittel durchfließt oder auch nicht durchfließt an den Engstellen und man kommt dann schon ins Grübeln. Und da ich wusste, dass Rauchen ein entscheidender Risikofaktor ist, fiel mir die Entscheidung eigentlich gar nicht schwer.

Eine Stunde vor der Katheteruntersuchung habe ich noch eine Zigarette im Herzzentrum unten im Park geraucht. Bin hoch und sie sehen ja auf dem Monitor, wenn die das machen, können sie ja in ihr Herz reingucken, ja „Freund das da muss nicht sein, das musst du dir nicht antun“ und in der Sekunde ist die Entscheidung gefallen, aufzuhören.

Man hört ja viel und man sagt „Der hat es zwar, gut, aber naja bei mir wird es wohl nicht ganz so schlimm sein“. Aber wenn man dann das Ergebnis sieht, denke ich, kommt schon eine Nachhaltigkeit dazu, um das zu ändern. Und das war bei mir der Fall.

Helmut Röder
Das Interview wurde am 24.02.2011 geführt.

Helmut Röder ist 62 Jahre alt. Mit Mitte 40 hatte er einen Herzinfarkt und in den darauffolgenden Jahren mehrere Stent-Operationen. Er hat in Folge des Herzinfarktes seinen Beruf aufgegeben, das Rauchen aufgehört, sich einen Hund angeschafft und die Ernährung umgestellt.

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