Patientenbeitrag

Das Verlangen nach einer Zigarette ist für Matthias Voss eine alte Gewohnheit – geraucht wird nicht mehr



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Obwohl meine Frau nach wie vor raucht, macht mir das nichts aus. Also, es macht mir auch nichts aus, wenn sie im Auto raucht, wenn wir unterwegs sind. Es stört mich auch nicht bei uns in der Gaststätte, wenn die Leute da rauchen, also das funktioniert. Sondern dieses Gefühl “Oh, du müsstest jetzt eine rauchen”, das kommt aus irgendeiner privaten Situation. Nicht, weil viele Leute jetzt dastehen und rauchen, sondern ganz einfach, weil mein Gewissen mir dann irgendwie mal sagt “Jetzt könntest du mal eine rauchen”.
Das Rauchen war immer so eine Sache für die Entspannung. Ja, klar ist es irgendwann Gewohnheit. Ich stand gestern zum Beispiel längere Zeit im Stau und dann war der Griff zur Mittelkonsole, aber da waren halt keine Zigaretten. Da fiel es mir dann wieder auf. Das sind dann so gewisse Situationen, wo ich dann denke “Okay” oder wenn ich dann längere Telefonate führe, dann ist das auch so vom Gefühl her “Oh, jetzt könnten wir mal eine rauchen”. Also man sagt ja auch, es dauert zehn bis 15 Jahre bis man dieses Verlangen nicht mehr hat.
Teilweise war es Gewohnheit und teilweise war es dann wirklich Genuss. Also die einzige Zigarette, die eigentlich wirklich geschmeckt hat, war die nach dem Essen. Alle anderen hätte man sich sparen können.

Matthias Voss
Das Interview wurde am 04.08.2011 geführt.

Matthias Voss ist 42 Jahre alt. Vor einem Jahr erlitt er einen Herzinfarkt, in dessen Folge er seine Lebensweise komplett verändert hat. Nach dem sofortigen Rauchstopp hat er seine Ernährung umgestellt und geht mehrmals pro Woche zum Herzsport. Aufgrund dieser Veränderungen und der psychotherapeutischen Hilfe geht es ihm heute gut.

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