Patientenbeitrag

Nach dem Infarkt hat Matthias Voss sofort aufgehört zu rauchen, aber es fällt ihm auch heute noch schwer



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Meine Frau kam auf die Intensivstation und die Tasche stand auf dem Boden. In den ersten 48 Stunden muss man da ja sehr mobil sein in den Krankenhäusern, weil du von der einen Abteilung in die andere kommst. Und die Zigaretten, die lagen oben auf der Tasche drauf und die Frage war: „Was ist mit den Zigaretten?” und ich sagte „Die kannst du gleich mitnehmen, hat sich erledigt”. Und seitdem rauche ich auch nicht mehr. Was mir schwer fällt, muss ich sagen. Es gibt Tage, an denen fällt es mir wahnsinnig schwer. Wenn ich dann draußen jemanden sehe, der eine Zigarette in der Hand hat, dann laufe ich ihm wie so ein Junkie hinterher und schnüffel dann. Aber das ist auch nur so eine Momentaufnahme. Also das hält dann vielleicht fünf oder zehn Sekunden an und dann ist es auch schon wieder gut. Wobei ich sagen muss, das Nichtrauchen kompensiere ich schon durch entsprechende Zunahme von Essen. Jetzt egal in welcher Form, jetzt nicht unbedingt Süßigkeiten, aber schon in Form von Essen. Deshalb bin ich eigentlich auch ganz froh, dass ich dreimal die Woche in die Herzsportgruppe gehe und trainiere. Denn ich glaube, ich hätte sonst jetzt in diesem einen Jahr bestimmt zehn, wenn nicht gar fünfzehn Kilo mehr. Das muss man also ganz klar realistisch sehen.

Matthias Voss
Das Interview wurde am 04.08.2011 geführt.

Matthias Voss ist 42 Jahre alt. Vor einem Jahr erlitt er einen Herzinfarkt, in dessen Folge er seine Lebensweise komplett verändert hat. Nach dem sofortigen Rauchstopp hat er seine Ernährung umgestellt und geht mehrmals pro Woche zum Herzsport. Aufgrund dieser Veränderungen und der psychotherapeutischen Hilfe geht es ihm heute gut.

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