Patientenbeitrag

Es dauerte 2 Jahre bis Bernhard Völkel überhaupt kein Bedürfnis mehr nach einer Zigarette hatte



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Ich habe danach aufgehört, also nach dem Infarkt. Da kam zwar dann noch ein leichter Rückfall, da wurde ich zum Ab-und-zu-Raucher, das sind die, die irgendwann mal bei Gelegenheit… Denn es hat, bis es richtig weg war, das Gefühl Rauchen zu müssen, das dauert zwei, drei Jahre mindestens. Vor allem die bestimmten Gelegenheiten, wenn man eine Tasse Kaffee trinkt und dazu raucht oder in einer Gaststätte isst und damals war ja noch Rauchen überall erlaubt in Gaststätten und da musste man sich immer tüchtig zurück halten.
Bei den üblichen Dingen, wo man eben in Gesellschaft saß und etwas getrunken hatte – der Alkohol spielt da eine Rolle, weil ja da doch die Emotionen ein bisschen lockerer sind oder werden.
Das ließ dann sehr stark nach. Aber so richtig ist es erst nach ein, zwei Jahren gewesen, wo man wirklich dann auch einen Ekel hatten davor, wo man das auch eben wieder gerochen hat, wenn man selber raucht, riecht man das ja nicht. Und dann die Geschichte, dass man da doch immer wieder gefährdet ist. Das ist ja eine Sucht, ein bisschen geht da nicht. Wir haben eine Bekannte, mit denen wir heute noch befreundet sind, die Frau raucht auch, aber mal eine am Abend. Wenn wir im Biergarten sitzen, raucht sie mal eine. Gut, habe ich nichts dagegen. Ich weiß auch, dass das ein Genuss ist, zumindest für den, der es genießen will. Und das sind dann die Ab-und-zu-Raucher. Wenn einer zwei Schachteln am Tag raucht, das hat dann nichts mehr mit Genuss zu tun, das ist dann bloß noch Sucht.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 05.07.2011 geführt.

Bernhard Völkel ist 73 Jahre alt. Mit 40 erlitt er einen Herzinfarkt; ein zweiter Infarkt folgte einige Jahre später. Völkel reduzierte daraufhin seinen beruflichen Stress, ist regelmäßig in einer Herzsportgruppe aktiv und hat das Rauchen aufgegeben. Darüber hinaus achtet er besonders auf seine Ernährung.

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