Patientenbeitrag

Günter Ostfeld ist überzeugt, dass er durch einen gesunden Lebensstil eine höhere Lebenserwartung hat



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Wichtig ist, die Gefahrenmomente bei einer Herzerkrankung möglichst auszuschalten. Das ist Übergewicht, das ist Diabetes und das ist Bewegungsmangel. Das ist… ja was habe ich vergessen? Na ich komme noch drauf. Alle Gefahrenmomente sollte man wenigstens minimieren, um sein Leben in anderer Weise, in besserer Weise zu gestalten. Denn keiner möchte wieder einen Herzinfarkt bekommen. Einer Operation ausweichen, das kann man nicht, indem man den Sport macht, da kann uns keiner helfen. Aber man kann sein Leben erleichtern, indem man die Krankheit annimmt und damit umgeht, indem man zum Beispiel seine Ernährung anders gestaltet, sodass die Cholesterinwerte in dem Rahmen liegen, dass man die Gefahr ausschaltet damit. Dass man sich bewegt, um kräftig genug zu sein für die Anforderung des Alltags. Und es ist die Gemeinschaft, die dazu beiträgt in einer Herzgruppe, dass gemeinsame Erlebnisse auch lebensbereichernd sind. Und wenn man das alles sich vornimmt, durchführt, kann es sein, dass man sogar noch in der Lebenserwartung mehr Chancen hat, ein höheres Alter zu erreichen als wenn man nichts macht.
Immerhin, wenn man bedenkt, von 53 bis 80 sind 27 Jahre – vor 50 Jahren wäre das gar nicht möglich gewesen. Heute sage ich mir, durch den Sport, durch meine Freude an diesem Sport, durch mein aktives Dafür sein und durch das Annehmen meiner Krankheit habe ich sie bisher erfolgreich bekämpft, indem ich alle Vorgaben, die Ärzte mir geben auch praktischerweise natürlich einhalte und nichts vergesse. Nicht vergesse, eine Pille zu nehmen, sondern die muss ich nehmen und die wird regelmäßig genommen. Und das ist etwas, was mir die Freude am Leben erhält. Und natürlich kann man nicht verschweigen: Ich habe ja schon Enkel, die etwas älter sind, die auch schon über 30 sind, aber ich habe auch Enkel, die noch erst 13 und 11 sind. Und diese kleinen Enkel, die machen uns so viel Spaß. Wir durften sie dann ja immer noch stundenweise betreuen und wir haben da so einen Spaß dran und ich würde mir das nicht verzeihen, wenn ich das nicht hätte. Und das ist alleine schonmal Grund, den Lebensstil so zu ändern, dass man das erreichen kann.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 12.12.2011 geführt.

Günter Ostfeld ist 80 Jahre alt. Mit 53 Jahren hatte er einen Herzinfarkt, auf den bis heute mehrere Stents und Bypass-Operationen folgten. Seit dem Herzinfarkt nimmt Günter Ostfeld regelmäßig an einer Herzsportgruppe teil und hat sein Gewicht reduziert.

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