Patientenbeitrag

Durch eine spezielle Technik beim zügigen Gehen ermüdet Bernhard Dinter nicht so schnell



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Das ist einfach so, dass sozusagen der Beckenbereich – Frauen kennen das vielleicht eher so von der Beckenbodengymnastik – dass das Becken so ein klein wenig reingekippt wird nach innen und dadurch die Wirbelsäule gerader. Nicht eben so ein ganz kerzengerades Gehen, sondern indem man das Becken von unten her etwas reinbringt und den Oberkörper sozusagen über diese Schiene gerade bringt, kann man extrem dynamisch gehen. Und wenn man das richtig verinnerlicht hat, kann man in diesem Laufstil stundenlang gehen, ohne dass es einen großartig ermüdet. Das war vielleicht so auch ganz interessant. Also immer, wenn man aus diesem Stil rauskommt, dann merkt man, dann ermüdet man deutlich leichter. Wenn man es schafft in dieser Stellung zu gehen, kriegt man erst mal oder ich zumindest für mich eben einen deutlich längeren Schritt zu Stande und in einem Rhythmus, der einen auch nicht so ermüden lässt. Also kann man einfach problemlos dann halten diesen Schritt. Das ist so das Interessante dann dabei auch.

Das waren wirklich nur so Kleinigkeiten. Dieses dynamische Gehen, das habe ich für mich relativ leicht hinbekommen, indem ich einfach meine Arme habe lang schwingen lassen. Und über dieses lange Schwingen… Also nicht dieses Anwinkeln, wie die meisten gehen und dadurch dann schon wieder verkrampfen – wenn man die Arme dann so anspannt, dann verspannt sich der Nackenbereich und hier dieser ganze Bereich – sondern wirklich mit dem lang durchhängenden Arm richtig lang Schwung holen. Eigentlich ähnlich wie mit den Stöcken, nur dass ich nicht irgendwo durch die Stöcke behindert bin, sondern auch da wieder ganz locker eben gehen kann und das ist eigentlich für mich dann deutlich entspannter dann zu gehen.

Diese Dynamik, die dann dabei entsteht, das ist eben so wirklich das, was mich wirklich auch dazu bringt, das aufrecht zu halten. Weil ich wirklich merke, das tut mir gut. In dieser Art. Aber eben nicht dieses Rennen. Dieses feste Auftreten beim Rennen, das hat mir noch nie gelegen. Oder dann haben wir mal mit Stöcken versucht zu gehen… da fühle ich mich immer irgendwo zu eingeengt. Und hier kann ich jetzt wirklich ganz locker und leicht und dynamisch schnell gehen und das ist sehr hilfreich.

 

Bernhard Dinter
Das Interview wurde am 23.02.2012 geführt.

Bernhard Dinter ist 57 Jahre alt. 2011 erlitt er einen Herzinfarkt. Seitdem hat er stark abgenommen, achtet darauf weniger zu essen und vor allem darauf, was er isst. Er sagt, er kocht wieder mehr selbst, isst mehr Vollkornprodukte, Gemüse und weniger Fleisch.

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