Patientenbeitrag

Nach einem morgendlichen Spaziergang ist Bernhard Dinter entspannter und inspirierter



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Ich kann mich eben deswegen motivieren, weil ich eben merke, dass es mich einfach entspannt und ich den Tag letztendlich leichter und besser gestalten kann, wenn ich in der Regel morgens gehe. Außer da, wo es eben aus terminlichen Gründen einfach [nicht geht]. Wenn man morgens um sieben schon einen Termin hat, dann fange ich nicht um fünf Uhr an zu laufen. Also das muss ich dann auch nicht haben, da versuche ich es dann halt eben abends. Aber ich merke eben, nach dem Gehen habe ich einfach eine andere Dynamik in mir und dafür lohnt sich das einfach.

Zweifellos ist das auch so ein Stressabbau. Ich nutze das so als meditativen Bereich. Während des Gehens einfach sozusagen mich so wirklich auch fallenzulassen und einfach nur zu gehen und einfach Dinge auf mich wirken zu lassen, einmal die Natur morgens, den Sonnenaufgang und all solche Dinge. Das ist extrem inspirierend. Da kommen dann Ideen in letzter Zeit eben, die ich davor eben nicht mehr weiter hatte. Einfach über dieses Gehen in dieser Ruhe sich zu entspannen und einfach die Natur auch zu genießen, die Geräusche wahrzunehmen, das inspiriert ungeheuer.

Ich nutze eigentlich auch dieses Gehen in so einer meditativen Art und Weise. Ich brauche da also keine Musik oder sonst irgendwie, sondern ich bin dann wirklich mit mir. Und auch dort bei diesem Gehen habe ich inzwischen wieder Einfälle, die völlig zum Erliegen gekommen sind vorher. Und diese Kreativität, die jetzt so einfach beim Gehen entsteht – dass ich viele Einfälle habe, da muss ich mich anschließend dann manchmal hinsetzen und ganz schnell aufschreiben, damit das nicht alles wieder verloren geht. Manchmal habe ich mir schon überlegt, ob ich mir nicht so ein Aufnahmegerät mitnehme, um unterwegs schnell was aufzusprechen. Aber bis jetzt… Auch die Merkfähigkeit hat sich durch dieses Gehen irgendwo deutlich verändert. Also insgesamt auf der ganzen Ebene hat sich wirklich sehr sehr viel für mich verändert, also positiv verändert.

 

Bernhard Dinter
Das Interview wurde am 23.02.2012 geführt.

Bernhard Dinter ist 57 Jahre alt. 2011 erlitt er einen Herzinfarkt. Seitdem hat er stark abgenommen, achtet darauf weniger zu essen und vor allem darauf, was er isst. Er sagt, er kocht wieder mehr selbst, isst mehr Vollkornprodukte, Gemüse und weniger Fleisch.

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