Patientenbeitrag

Dank des regelmäßigen Herzsporttermins kann Ludwig Stenzel seinen „inneren Schweinehund“ im Griff halten



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Ich gehe da zweimal in der Woche zum Sport, zusätzlich noch zu etwas Gymnastik. Und diese regelmäßige Teilnahme ist wichtig, um dem „inneren Schweinehund“ keine Chance zu geben. Denn wenn man feste Termine hat, dann hält man sich da dran. Und ich habe den Eindruck, dass ich so mit meiner Erkrankung gut zu Recht komme.
Ich war kein sportlicher Typ, aber inzwischen habe ich gelernt, darauf zu achten. Und da hilft eben die Gemeinschaft in dieser Koronarsportgruppe sehr. Die anderen erzählen einem, was sie machen, wie es ihnen bekommt und das motiviert auch ein bisschen. Wenn man das alles ganz mutterseelenallein machen würde – ich glaube das würde nicht richtig laufen.
Würde man sich selber vornehmen: „Dieser Tag ist also mein besonderer Übungstag“ – könnte man ja machen, nicht? – „Ach ich habe das vor, ich habe das vor und das Buch wollte ich ja noch fertig lesen und hier ist noch etwas sauber zu machen und da ist noch etwas zu reparieren…“ ich glaube, ich brauche nicht weiterzuerzählen. Aber so habe ich meinen Termin, die und die Uhrzeit. Mit den Bekannten, die hier in der Nähe wohnen, fahre ich gemeinsam – wenn 20 Leute kommen, das müssen ja nicht 20 Autos sein. Wir wechseln uns ab, mal fährt der eine, mal fährt der andere. Auch das ist ein gewisser Zwang. Dann will man auf die Minute pünktlich sein und wir haben uns so dran gewöhnt, das funktioniert.

Ludwig Stenzel
Das Interview wurde am 02.02.2012 geführt.

Ludwig Stenzel ist 82 Jahre alt. Nach einem Herzinfarkt vor 14 Jahren wurden ihm mehrere Stents eingesetzt. Ludwig Stenzel bewegt sich täglich und achtet auf eine maßvolle Ernährung.

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