Patientenbeitrag

Andreas Engel hat wichtige berufliche Entscheidungen getroffen um seinen Stress zu reduzieren


In diesem halben Jahr sind auch zum Ende des Jahres ein paar grundlegende Entscheidungen getroffen worden zur Frage: „Wie geht es jetzt weiter? Was willst du, was willst du nicht?“ Und eine Entscheidung dabei war eben, dass ich den Job, wie ich ihn bisher gemacht hatte – nicht nur in dem Sinne, dass da eben zu viel Stress bei aufgetaucht ist, dass ich diesen Stress vermeide – sondern ich habe auch Entscheidungen dahingehend getroffen, dass ich bestimmte Anteile eigentlich gar nicht mehr machen will und loswerden möchte.

So und die zwei anderen Sachen: Dass ich vielleicht auch mal wirklich tagsüber eine Yoga-Session mache. Leider nicht jeden Tag. Die fällt dann in eine Zeit, mit der ich dann auch ein Stückchen die jetzt so gewählten unterschiedlichen Bereiche trenne. Wo ich sage, „das ist Arbeit und jetzt ist Schluss im Büro“ – nicht weil die Arbeit ausgegangen ist, sondern weil ich anders als früher sage: „Ich mache nicht mehr als diesen Zeitbereich.“ Das ist der entscheidende Unterschied und auch qualitative Unterschied. Und dann sage: „So jetzt ist eben eine Pause dran.“ Das ist auch etwas, was ich darüber gelernt habe. Was ich nicht nur theoretisch gelernt habe, dass man nach sieben Stunden nach dem Aufstehen einfach eine Pause braucht, weil man dann ein Leistungstief hat. Sondern das ist auch etwas, was ich durch diese Achtsamkeit auch erfahre, dass es wirklich so ist. Früher habe ich das nicht mitbekommen. Da war das normal, dass man eben zehn, elf, zwölf Stunden durchgezogen hat und auch über Jahre mit Wochenenden einschließlich. So und die nachmittägliche Yoga-Session ist so etwas wie ein Trenner, der einfach auch hier zwei unterschiedliche Bereiche trennt. Was recht hilfreich ist, weil dann der Kopf auch frei ist für andere Sachen.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 18.04.2012 geführt.

Andreas Engel ist 59 Jahre alt. Nach einem stummen Herzinfarkt 2009 wurden ihm 6 Stents eingesetzt. Der Wunsch, nicht zu viele Medikamente nehmen zu müssen, und die Angst vor einem Reinfarkt trieben ihn an, sein Leben umzustellen. Dabei stützt er sich auf das Programm von Dean Ornish: Er ernährt sich fettarm und vegetarisch. Um seinen Stress in Griff zu bekommen, hat er sich beruflich verändert und besucht regelmäßig Entspannungskurse.

Alle Beiträge von Andreas Engel

Schlagworte:

Neuen Kommentar verfassen






* Pflichtangaben