Patientenbeitrag

Durch die Beschäftigung mit MBSR kam Andreas Engel zu einem besseren Umgang mit Stress


Sodass also klar war, die Stellschraube oder der Punkt, an dem ich ansetzen müsste, was zu verändern, kann nur Stressreduktion sein. Und ich hatte mich dann mit verschiedenen Sachen beschäftigt: Mit autogenem Training, also einiges darüber gelesen. Ich hatte auch ein Buch dann in die Hand bekommen von Jon Kabat-Zinn über die MBSR-Methode, mindfulness-based stress reduction. Das war eigentlich eine Geschichte, die mich von Anfang an überzeugt hat, weil die viel weiter ging als das, was überhaupt bei Autogenem Training beschrieben worden ist. Und die entscheidenden Botschaften hier drin sind eigentlich, deswegen heißt das Programm ja auch so, Achtsamkeit, mindfulness. Das heißt, ein Auseinandersetzen zum Beispiel mit Situationen, die Stress verursachen. Zu erkennen, wie Stress funktioniert, warum man jetzt Stress erlebt oder die Situation als eine solche erlebt, die einem jetzt unangenehm ist. Die einen belastet, die Ärger ausübt oder die zu Ärger führt. Die einen aufbrausen lässt, die einen unfreundlich werden lässt und und und.

Aber ist praktisch nur eine Facette in diesem Programm bei MBSR. Im Grunde genommen setzt das an einer Stelle an, die viel viel weiter davor liegt. Die eben versucht – und so läuft auch das Programm dort ab, dieser MBSR-Kurs: Zu versuchen, dass Achtsamkeit etwas ist, was immer stattfinden müsste, in jeder Lebensphase. Nicht nur in bestimmten Situationen, sondern das ist etwas, was eingeübt werden muss.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 18.04.2012 geführt.

Andreas Engel ist 59 Jahre alt. Nach einem stummen Herzinfarkt 2009 wurden ihm 6 Stents eingesetzt. Der Wunsch, nicht zu viele Medikamente nehmen zu müssen, und die Angst vor einem Reinfarkt trieben ihn an, sein Leben umzustellen. Dabei stützt er sich auf das Programm von Dean Ornish: Er ernährt sich fettarm und vegetarisch. Um seinen Stress in Griff zu bekommen, hat er sich beruflich verändert und besucht regelmäßig Entspannungskurse.

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