Patientenbeitrag

Durch den Herzinfarkt sind Viktor Öhme seine Prioritäten im Leben klarer geworden



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Die Krankheit heilen oder mit der Krankheit leben kann man nur, wenn man sie genau versteht. Je näher man sich damit befasst, je besser kann man sich – ich meine heilen… gewisse Krankheiten kann man nicht heilen. Arteriosklerose, wenn die drinnen ist, dann ist die da. Sie wird schlimmer, aber man kann sie bremsen. Ich kann vieles machen. Und wenn ich mich mit dem auseinandersetze und das nicht wegdrücken tue, dann sage ich: Ich lebe jetzt mit dem, aber mir geht es jetzt, muss ich ehrlich sagen, mir geht es besser. Wesentlich besser. Gesundheitlich, überhaupt besser. Viel freier, viel lockerer. Man sieht gewisse Sachen anders. So von der Distanz. Es ist nicht mehr alles so wichtig. Es braucht manchmal so Sachen. Und man trifft auch Leute, die andere Schicksale haben und man bespricht sich und man sieht, das hat in den Leuten was bewegt. Mir kommt es fast vor, die werden stärker.

Und die haben auch das Leben dann mehr im Griff, viel leichter im Griff, weil man weiß mehr, was man möchte und man kann auch gewisse Sachen ausschalten, die unwichtig sind – was man früher auch gar nicht für unwichtig befunden hat. Aber es ist nicht alles wichtig. Man muss gewisse Prioritäten setzen und dann auch manchmal gemütlich leben. Nicht hasten. Alles in einem gewissen Verhältnis. Irgendwie die Werte einordnen können, das ist sehr wichtig. Ich sehe jetzt halt: Die Nummer 1, das ist nunmal das Leben. Wie kann ich leben, dass ich laufen kann, dass ich in fünf Jahren noch aufstehen kann? Das ist immer Voraussetzung. Dann kommen andere Sachen, finanziell ist vielleicht in kleiner, in dritter, vierter fünfter, ist nicht immer das Wichtigste. ziell ist vielleicht in kleiner, in dritter, vierter fünfter, ist nicht immer das Wichtigste.

Viktor Öhme
Das Interview wurde am 09.07.2011 geführt.

Viktor Öhme ist 52 Jahre alt. Mit 50 hatte er seinen ersten Herzinfarkt, ein weiterer folgte ein Jahr später. In Folge dessen hat er seine Ernährung umgestellt und viel mehr Bewegung in seinen Alltag integriert. Er sagt, dass er heute einfach bewusster lebt.

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