Patientenbeitrag

Seinen Arbeitstag schließt Andreas Engel entweder mit einer Yoga-Stunde oder eine Meditation ab


Wenn ich von der Yogasession komme, weiß ich: „Das reicht jetzt, der Tag ist jetzt sozusagen zu Ende.“ Und das ist dann auch nicht mehr die Situation, um noch etwas großartig anzufangen. Also das merkt man schon. Und ich selber setze mein eigenes Yoga, was ich täglich mache, auch so ein, dass ich den Abend abschließe mit einer Sitzmeditation. Übrigens auch praktisch etwas, was als Anweisungen in Yoga-Klassen gegeben wird bei diesen Sitzmeditationen: Wenn Gedanken kommen, dass die Gedanken jetzt keine Rolle spielen, dass man sie eben laufen lässt und dass man eben diese Dinge auch spüren kann, die man jetzt gerade gemacht hat, die Körperübungen. Und dass man jetzt einfach akzeptieren darf, nichts zu tun. Das hat übrigens auch Jon Kabat-Zinn sehr schön beschrieben. Das ist ein entscheidender Punkt: Zu lernen, man darf einmal in einer Situation für zehn, zwanzig Minuten nichts tun. Das ist das, was man lernen muss. Die entscheidende Auswirkung, warum ich das tue, ist die: Das ist im Grunde genommen eine geniale Einstimmung auf die Nacht. Ich habe keine Schlafprobleme, wenn ich das gemacht habe. Das heißt, ich mach das zehn, zwanzig Minuten. Ich kombiniere das auch vielleicht mit Atemübungen und mach danach dann auch wirklich nichts mehr, sondern dann gehe ich auch ins Bett. Und dann schlafe ich auch gut.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 18.04.2012 geführt.

Andreas Engel ist 59 Jahre alt. Nach einem stummen Herzinfarkt 2009 wurden ihm 6 Stents eingesetzt. Der Wunsch, nicht zu viele Medikamente nehmen zu müssen, und die Angst vor einem Reinfarkt trieben ihn an, sein Leben umzustellen. Dabei stützt er sich auf das Programm von Dean Ornish: Er ernährt sich fettarm und vegetarisch. Um seinen Stress in Griff zu bekommen, hat er sich beruflich verändert und besucht regelmäßig Entspannungskurse.

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