Patientenbeitrag

Durch Yoga lernte Andreas Engel besser die Signale seines Körper wahrzunehmen


Die Übungen beinhalten immer, dass nicht ein bestimmtes Ziel erreicht werden muss. Auch nicht bei einer Asana, also bei einer bestimmten Körperhaltung. Sondern es geht immer darum, dass diese Bewegungen ausgeführt werden und jeder für sich versucht, diese Bewegungen soweit auszuführen und soweit auch in diese Asana reinzukommen, wie es der Körper mitmacht. Die Hinweise dafür werden auch immer gegeben, darauf aufzupassen, zu achten: Was geht? Was geht nicht? Was geht bei einer Dehnübung? Eine Dehnübung ist etwas, wo nicht mit Gewalt versucht wird, bis zu einer bestimmten Position zum Beispiel die Hüfte zu dehnen, sondern wo man in sich reinfühlen soll und merken soll, wie weit geht das jetzt, was geht, was lässt der Körper zu? Und das sind im Grunde genommen ganz kleine Achtsamkeitsübungen, die sicherlich auch ihre Auswirkungen haben, insgesamt auch achtsamer zu werden und auf kleine Signale zu achten. So dass also nach meinem Verständnis diese kleinen Sachen, die man da eingeübt hat, diese Achtsamkeitsübungen, mit dazu beitragen, dass man eben lernt, auf seinen Körper zu hören. Signale wahrzunehmen, die man früher eben genau nicht wahrgenommen hat, die ja auch genau deshalb dazu geführt zu haben, wozu es gekommen ist.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 18.04.2012 geführt.

Andreas Engel ist 59 Jahre alt. Nach einem stummen Herzinfarkt 2009 wurden ihm 6 Stents eingesetzt. Der Wunsch, nicht zu viele Medikamente nehmen zu müssen, und die Angst vor einem Reinfarkt trieben ihn an, sein Leben umzustellen. Dabei stützt er sich auf das Programm von Dean Ornish: Er ernährt sich fettarm und vegetarisch. Um seinen Stress in Griff zu bekommen, hat er sich beruflich verändert und besucht regelmäßig Entspannungskurse.

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