Patientenbeitrag

Bei Andreas Engel hat Yoga nachweislich einen positiven Effekt auf seine Atemtechnik und seine Herzfrequenz


Nachvollziehbar ist ja immer am besten das, was gemessen werden kann. Und ich habe aber auch mal den Test gemacht, weil ich in der Tat wissen wollte: „Wirkt sich Entspannung zum Beispiel auf die Herzfrequenz aus oder auch auf den Blutdruck?“ Und ich habe da teilweise wirklich interessante Ergebnisse erzielt und in der Quintessenz kann man sagen: „Ja, tut es.“ Das heißt, eine richtig geniale Kombination ist: Ich gehe eine halbe Stunde oder auch eine dreiviertel Stunde spazieren, egal ob es jetzt so ein Frühlingswetter ist oder ob es im Winter richtig kalt ist. Und mache danach hier eine eigene Yoga-Session, die dann aber auch schon ungefähr eine Stunde dauern sollte. Also mal eben eine halbe Stunde geht nicht. Ich mache zwar nicht anderthalb Stunden so ein Programm, wie es üblich in Yoga-Klassen durchgeführt wird, aber man braucht bestimmte Abläufe, um auch einen Effekt zu erzielen, um sich auch dann dabei entspannen zu können. Und das Ergebnis ist wirklich, dass man da dabei sehen kann, dass der Puls runtergeht. Auch der Blutdruck kann damit gesenkt werden, so dass das dabei in der Tat beobachtbar ist – erstens. Zweitens in der Auswirkung für andere Situationen. Die Atemübungen, die ja zum Yoga stark dazugehören – alle Körperübungen haben auch immer was mit Atmen zu tun. Und es wird auch immer darauf hingewiesen, in dieser oder in jener Weise jetzt zu atmen, so dass man also auch bestimmte Atemtechniken lernt und die kann man anwenden. Man kann im Auto im Stau sitzen und sich über den Stau ärgern, man kann aber auch sagen, „oh, gut, dann ziehe ich jetzt die Handbremse an und mache ein paar Atemübungen und bringe mich damit einfach in eine merklich bessere Situation“.

 

 

 

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 18.04.2012 geführt.

Andreas Engel ist 59 Jahre alt. Nach einem stummen Herzinfarkt 2009 wurden ihm 6 Stents eingesetzt. Der Wunsch, nicht zu viele Medikamente nehmen zu müssen, und die Angst vor einem Reinfarkt trieben ihn an, sein Leben umzustellen. Dabei stützt er sich auf das Programm von Dean Ornish: Er ernährt sich fettarm und vegetarisch. Um seinen Stress in Griff zu bekommen, hat er sich beruflich verändert und besucht regelmäßig Entspannungskurse.

Alle Beiträge von Andreas Engel

Schlagworte:

Neuen Kommentar verfassen






* Pflichtangaben