Patientenbeitrag

Aufgrund ihrer veränderten Ernährungsgewohnheiten bereitet sich Christa Lorei für unterwegs ein Picknick



War der Beitrag hilfreich?
Text ein- und ausblenden

Manchmal gehe ich mit Essen und suche mir dann etwas aus und lasse mich dann auf die Diskussion mit dem Kellner ein. Und oft ist es leider so, dass ich dann trotzdem etwas serviert bekomme, was ich dann zurück gehen lasse. Und wenn ich nicht wachsam bin, sage ich auch, „lassen Sie es einfach“ und ich esse es dann. Aber das ist nicht gut. Das ist schon ein Kampf. Und deswegen bin ich dazu übergegangen, nicht mehr so oft Essen zu gehen und dann lieber Freunde oder wen auch immer zu mir einzuladen und dann koche ich eben. Ich habe das immer gerne wahrgenommen, wenn ich unterwegs war. Aber seit ich in Rente bin, habe ich nicht mehr ganz so viel Geld wie früher und das kommt meinen pekuniären Bedürfnissen sehr entgegen, dass ich mich da diszipliniere. Also es ist eine Doppelmotivation. Es ist einfacher. Ich mache das dann so picknickförmig, mit schönen Dekorationen, wenn ich die Zeit habe. Und ich habe mir dann auch entsprechende Dosen und Flaschen zugelegt. Also es ist auch ein Projekt und es macht Spaß. Es dauert länger, ganz klar, aber es ist wirklich befriedigender. Das gute Gefühl, wirklich etwas Vernünftiges zu essen. Es hat ja auch einen höheren Wert. Ich esse inzwischen überwiegend Sachen aus biologischem Anbau und vollwertig. Da kommen die Imbissbuden natürlich überhaupt nicht mehr mit. Man gewöhnt es sich mit der Zeit auch ab. Das ist nicht mehr so spannend wie am Anfang. Es ist eigentlich „nur“ eine Gewohnheit zu verändern. Dieser Sog der Gewohnheit, den zu lösen, immer und immer wieder, immer von Neuem, das ist der entscheidende Punkt. Schmecken tut das, was ich mir selber mache, eigentlich sowieso besser.

Christa Lorei
Das Interview wurde am 08.01.2013 geführt.

Christa Lorei ist 66 Jahre alt. Seit Jahren lebte sie mit einer Herzwandverdickung, doch vor etwa einem Jahr stellte sich heraus, dass auch mehrere Arterien verstopft sind. Daraufhin wurde einerseits mittlels Katheter die Herzwandverdickung behandelt, andererseits veränderte Christa Lorei aber auch massiv ihren Lebensstil: So stellte sie ihre Ernährung nach dem Programm von Dean Ornish um und nahm 10 kg ab. Außerdem begann sie leistungsorientierter Fahrrad zu fahren und ins Fitnessstudio zu gehen. Daneben kümmert sich Christa Lorei durch Meditation und Yoga um ihr emotionales Wohlbefinden.

Alle Beiträge von Christa Lorei

Schlagworte:

Neuen Kommentar verfassen






* Pflichtangaben