Patientenbeitrag

Herzgesunde Öle statt Butter – Christa Lorei fällt diese Umstellung noch immer schwer



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Dann sagt der Ornish, aber das sagen die anderen Kardiologen auch, man soll natürlich möglichst „mediterran“ kochen. Das heißt, Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren statt Fetten, die gesättigte Fettsäuren haben. Da steht Butter an erster Stelle. Und Margarine gibt es inzwischen auch mit Öl oder aus Ölen mit ungesättigten Fettsäuren. Tierische Fette sind alle gesättigt, die kann man gar nicht nehmen. Da habe ich für mich jetzt eine kleine Änderung vorgenommen, weil ich Butter liebe. Es gibt in der Hotellerie 10g-Packungen Butter und damit hat das eigentlich angefangen. Ich war mit einer Freundin in Holland im Urlaub und dann haben wir diese Päckchen gekriegt und ich habe geguckt, wie viele Brötchen man mit diesen zehn Gramm beschmieren kann. Die Lust auf diesen Geschmack von Butter, die habe ich auch bei drei Gramm eigentlich. Also ein halbes Brötchen, nicht dick, sondern ganz dünn [bestrichen] und dann wirklich darauf konzentrieren und es schmecken. Nicht dabei reden und Zeitung lesen oder Musik hören, sondern in diesem Augenblick nur das zu schmecken, das reicht mir eigentlich schon. Und ich wünsche mir langfristig, dass ich diese Wachsamkeit und Aufmerksamkeit wirklich auch darauf installiere, sodass ich mir das dann auch gönnen kann. Ich habe es am Anfang abgewogen und dann ging es aber los: Dann habe ich nur noch gedacht, „das ist ungefähr zehn Gramm“. Und da bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich das wirklich halte. Es ist gefährlich. Man kann besser auf etwas ganz verzichten, als zu sagen, „ein bisschen davon“. Das erfordert eine Wachsamkeit, die die meisten Menschen langfristig gar nicht durchhalten. Die ich langfristig auch nicht durchhalte. Ich habe das jetzt ausprobiert und merke, es wird mehr und mehr und mehr. Hiervon ein bisschen, davon ein bisschen und da fahre ich jetzt zurück auf die original Ornish-Diät.

Christa Lorei
Das Interview wurde am 08.01.2013 geführt.

Christa Lorei ist 66 Jahre alt. Seit Jahren lebte sie mit einer Herzwandverdickung, doch vor etwa einem Jahr stellte sich heraus, dass auch mehrere Arterien verstopft sind. Daraufhin wurde einerseits mittlels Katheter die Herzwandverdickung behandelt, andererseits veränderte Christa Lorei aber auch massiv ihren Lebensstil: So stellte sie ihre Ernährung nach dem Programm von Dean Ornish um und nahm 10 kg ab. Außerdem begann sie leistungsorientierter Fahrrad zu fahren und ins Fitnessstudio zu gehen. Daneben kümmert sich Christa Lorei durch Meditation und Yoga um ihr emotionales Wohlbefinden.

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