Patientenbeitrag

Christa Lorei versucht, sich ihre eigenen Schwächen und Ausrutscher nicht übel zu nehmen



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Also auf der einen Seite die vielen Bereiche, in der Gewohnheiten so nicht weiter geführt werden konnten, sondern dieses ständig präsente „Das geht nicht mehr. Das geht nicht mehr.“ Und dann mich umzupolen, nicht auf dieses „Das geht nicht mehr“, sondern: „Stattdessen geht aber das. Und das ist nicht schlechter, sondern es hilft dir gesund zu werden und es ist, wenn du genau hinguckst, nur eine Gewohnheit. Es schmeckt nicht schlechter.“ Also diese Programme im Kopf, das finde ich unendlich schwer, sich in so vielen Bereichen neu umzupolen. Das ist die eine Seite und die andere ist, wirklich offensiver mit den eigenen Schwächen umzugehen und sich nicht zu verstecken. Die Gefühle zuzulassen und sie weder auszuagieren, noch zu verdrängen, sondern sie sich anzugucken und zu gucken, „was brauchen die jetzt von mir?“ Also kurz, mich mehr zu lieben, mich mehr um mich zu kümmern und dem Impuls, lieber für andere etwas zu tun, damit ich geliebt werde, wirklich inzwischen auch mal zu widerstehen. Oder anders, konstruktiv formuliert: Wenn ich mein Aktivitätsfeld betrachte, mich mit in das Bild zu nehmen. Also nicht nur meine Kinder, meine Freunde, meine Enkelin, sondern auch „Christa gehört dazu, die bedarf auch der Fürsorge“. Also das halte ich wirklich für total anstrengend und schwer, immer wieder aufzustehen und das zu machen.

Christa Lorei
Das Interview wurde am 08.01.2013 geführt.

Christa Lorei ist 66 Jahre alt. Seit Jahren lebte sie mit einer Herzwandverdickung, doch vor etwa einem Jahr stellte sich heraus, dass auch mehrere Arterien verstopft sind. Daraufhin wurde einerseits mittlels Katheter die Herzwandverdickung behandelt, andererseits veränderte Christa Lorei aber auch massiv ihren Lebensstil: So stellte sie ihre Ernährung nach dem Programm von Dean Ornish um und nahm 10 kg ab. Außerdem begann sie leistungsorientierter Fahrrad zu fahren und ins Fitnessstudio zu gehen. Daneben kümmert sich Christa Lorei durch Meditation und Yoga um ihr emotionales Wohlbefinden.

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