Patientenbeitrag

Aus dem Yoga nutzt Christa Lorei verschiedene Techniken, um bei Schlafproblemen oder in Stresssituationen zur Ruhe zu kommen



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Für mich bezieht sich das aber nicht nur auf Hatha-Yoga. Das sind ja unter anderem Dehnungsübungen. Aber für mich ist Yoga ein spiritueller Weg und der beinhaltet eben auch Meditation und sich sachkundig machen über einschlägige Schriften, wie menschliches Leben funktioniert, wie Körper, Geist und Seele miteinander agieren. Und dann reicht nach einigen Jahren der Kursfrequentierung auch, wenn man morgens und abends oder zwischendurch eine halbe Stunde oder zehn Minuten diese Dehnungsübungen macht. Und ich habe einige CDs und DVDs und die benutze ich natürlich auch. Ich würde gerne sagen können, „ich habe es seit 30 Jahren jeden Tag gemacht“, habe ich aber nicht. Was ich aber getan habe: Es gibt ja mehrere Übungsmöglichkeiten im Yoga und eine oder zwei dieser Übungen habe ich immer gemacht. Meditation leider nicht immer, aber es gibt eine Alternative für unruhige Geister und die habe ich allerdings ganz viel gemacht. Das ist, dieses Mantra auch im Alltag zu wiederholen. Anstatt sich hilflos an diese Gedankenkreise auszuliefern, gehe ich immer wieder auf dieses Mantra zurück und das macht den Geist immer wieder ein bisschen ruhiger. Zum Beispiel kann ich nicht gut lange schlafen und wenn ich dann wach werde um halb drei nachts, dann kommen einfach auch Gedanken, die nicht so angenehm sind. Und anstatt denen hilflos hinterherzurennen, mache ich so eine Kombination aus Mantra-Wiederholungen und Meditation und dann kann ich auch wieder schlafen. Oder tagsüber, wenn etwas frustrierend ist. Aber wie gesagt, es ist nicht ungefährlich. Man neigt dann dazu, auch die unangenehmen Dinge zu verdrängen, anstatt sie sich genau anzugucken. Manchmal folgen daraus sinnvollerweise auch Handlungen und das zu unterscheiden ist sicherlich ein Weg, der ein bisschen dauert, bis man den wirklich gehen kann.

Christa Lorei
Das Interview wurde am 08.01.2013 geführt.

Christa Lorei ist 66 Jahre alt. Seit Jahren lebte sie mit einer Herzwandverdickung, doch vor etwa einem Jahr stellte sich heraus, dass auch mehrere Arterien verstopft sind. Daraufhin wurde einerseits mittlels Katheter die Herzwandverdickung behandelt, andererseits veränderte Christa Lorei aber auch massiv ihren Lebensstil: So stellte sie ihre Ernährung nach dem Programm von Dean Ornish um und nahm 10 kg ab. Außerdem begann sie leistungsorientierter Fahrrad zu fahren und ins Fitnessstudio zu gehen. Daneben kümmert sich Christa Lorei durch Meditation und Yoga um ihr emotionales Wohlbefinden.

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