Patientenbeitrag

Um aus ihren Spaziergängen Sport zu machen, hat Christa Lorei das Tempo und die Häufigkeit gesteigert



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Im Yoga heißt es, dass der Aufenthalt in der Natur sehr hilfreich wirkt und Energien aktiviert. Anfangs habe ich das gemacht, weil das so in den Lehren steht, aber dann habe ich wirklich gemerkt, dass es einen Unterschied an Lebensqualität macht. Es ist nicht egal, ob ich in der Stadt spazieren gehe zwischen Schaufenstern oder in der Natur. Ich wohne am Stadtrand. Das heißt, ich gehe über einen Acker, Reitplatz, an einem kleinen Bach entlang und wieder zurück. Ich spüre inzwischen wirklich den Unterschied, wie viel Energie das mir gibt, und wenn ich in der Stadt spazieren gehe, wie viel Energie mir das nimmt. Das ist spürbar.

Ich bin fast jeden Tag eine Runde gelaufen. Die dauert 50 Minuten und ich bin nur stramm spazieren gegangen. Ich kenne einen anthroposophischen Ansatz, der besagt, dass man im Grunde genommen weder Joggen noch Walken muss, sondern ein strammer Spaziergang dreimal die Woche reicht. Dreimal die Woche schaffe ich allemal.

Dass ich mich jetzt körperlich mehr anstrenge, hat wirklich mit der Erkenntnis zu tun, die Herzkrankheit auflösen oder zurückfahren zu wollen. Vorher bin ich zwar auch relativ schnell gegangen, ich erinnere mich. Ich bin aber nicht gezielt über 50 Minuten im gleichen Tempo gelaufen. Ich bin zwischendurch stehen geblieben und habe Blümchen angeschaut oder die Enten auf dem Wasser [beobachtet]. Das mache ich jetzt extra. Ich laufe jetzt schon einmal durch im möglichst gleichen Tempo. Das ist auch die Forderung der Physiotherapeuten und der Kardiologin. Wenn ich nur Naturbetrachtung machen will, dann mache ich das schon nochmal extra.

Christa Lorei
Das Interview wurde am 08.01.2013 geführt.

Christa Lorei ist 66 Jahre alt. Seit Jahren lebte sie mit einer Herzwandverdickung, doch vor etwa einem Jahr stellte sich heraus, dass auch mehrere Arterien verstopft sind. Daraufhin wurde einerseits mittlels Katheter die Herzwandverdickung behandelt, andererseits veränderte Christa Lorei aber auch massiv ihren Lebensstil: So stellte sie ihre Ernährung nach dem Programm von Dean Ornish um und nahm 10 kg ab. Außerdem begann sie leistungsorientierter Fahrrad zu fahren und ins Fitnessstudio zu gehen. Daneben kümmert sich Christa Lorei durch Meditation und Yoga um ihr emotionales Wohlbefinden.

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