Patientenbeitrag

Durch Gespräche mit Kollegen und Freunden lässt sich der Arbeitsstress nüchterner betrachten, weiß Silvia Kühne



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Also die Unterstützung dafür kommt eher aus dem Familiären und Freundeskreis, weil man halt von der Arbeit erzählt, dass es viel ist und stressig ist. Sodass dann einfach Familie oder Freunde sagen, „Jetzt reicht es aber auch mal. Es muss irgendwann auch mal Schluss sein“ und mich darin bestärken, am Wochenende auch frei zu machen zum Beispiel und nicht zu arbeiten. Von der Arbeitgeberseite ist das dann schon eher Widerstand, wenn Aufgaben nicht erledigt werden oder Termine nicht eingehalten werden können. Dann gibt es schon auch mal Kritik und dann muss man ja dazu stehen und sagen: „Ja aber das war nicht zu schaffen“ oder „Das konnte man nicht machen.“ Oder wenn neue Aufgaben an einen heran getragen werden, wo man weiß, man kann es nicht schaffen, dann muss ich ja auch sagen: „Das geht nicht“ oder „Das geht nur, wenn wir das andere nicht machen.“ Diese Verhandlungen finde ich schon auch kompliziert. Also es ist eine Herausforderung, dann ganz klar zu sagen: „Das geht und das nicht.“ Was mir dabei hilft ist zu sehen, wie andere das machen und dass sie das können. Also auch der Austausch mit Kollegen über diese Dinge und zu sehen, wie gut die sich abgrenzen können und wie die dann in solche Gespräche mit dem Chef reingehen. Wie die sich vorbereiten und sich überlegen, mit welchem Ergebnis sie dann da rauskommen wollen und was sie dann eben sagen zu den Aufgaben, die erledigt werden müssen oder zur aktuellen Situation. Das hilft mir, das zu sehen, wie die anderen das machen und da kann ich mich dann auch mal austauschen.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 21.02.2013 geführt.

Siliva Kühne ist 38 Jahre alt. Seit sie mit 24 Jahren einen Bandscheibenvorfall hatte, leidet sie an chronischen Rückenschmerzen. Direkt nach dem Bandscheibenvorfall nahm Silvia Kühne an einer Reha teil, doch bis sie einsah, dass sie einfach mehr Sport machen muss und Sport Spaß machen kann, dauerte es Jahre. Seit 2 Jahren geht Silvia Kühne nun ins Fitnessstudio. Dank ihrer verbesserte körperlichen Fitness kann sie mittlerweile auch Freizeitsport genießen. Außerdem achtet Silvia Kühne darauf, zwischen Arbeit und Freizeit abzugrenzen und sich Erholung zum Abschalten zu gönnen.

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