Patientenbeitrag

Im Job achtet Beatrice Arendt auf einen häufigen Wechsel der Arbeitspositionen


Ja, also ich habe sie bei meinem Arbeitgeber zwischenzeitlich beantragt und auch bekommen, einen Schreibtisch, den ich Höhen verstellen kann und einen entsprechend anderen Stuhl. Und das hilft eine ganze Menge, sodass ich auch mal von der sitzenden Tätigkeit in die stehende Tätigkeit kommen kann, obwohl gerade auch bei der Lendenwirbelsäule Stehen nicht gut ist, weil im Laufe der Zeit sacken die ganzen Bandscheiben aufeinander und das ist nicht positiv. Das heißt, das Schmerzempfinden in der Lendenwirbelsäule wird dadurch auch wieder aktiviert. Also muss ich zusehen, dass ich einen Wechsel zwischen Sitzen, Gehen und Stehen habe. Und ich versuche mir auch während meiner Arbeitszeit viele Wege, was man früher sagte, nicht so viel laufen, im Gegenteil, viele Wege, auch wenn es sein muss, künstlich zu machen. Wenn ich zum Beispiel einen Brief fertig habe, dann bringe ich ihn selber zu der Poststelle hin, anstatt den zentral mit dem Mappendienst zur Post bringen zu lassen, damit ich mir selber einen Weg verschaffe, um mich zu bewegen. Und das ist unheimlich wichtig, denn sonst würde ich das auf Dauer auch nicht aushalten, eine Vierzigstundenwoche zu machen, mit dieser ausschließlich sitzenden Tätigkeit. Das würde ich nicht schaffen.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 19.02.2011 geführt.

Beatrice Arendt ist 55 Jahre alt. Mit etwa 40 Jahren erlitt sie einen Bandscheibenvorfall. Die anhaltenden Schmerzen und eine belastende berufliche Situation bedingten bei ihr eine Depression. Mit der Kombination von gezieltem Rückensport, Therapie und bewusster Entspannung ist es Beatrice Arendt gelungen, ein großes Stück ihrer Lebensqualität zurückzugewinnen.

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