Patientenbeitrag

Silvia Kühne musste ein wenig suchen, bis sie für sich die passende Sportart fand und damit auch ihre Rückenschmerzen besser wurden



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Na ich war ja noch sehr jung mit 24 und ich hatte dann Rückenschmerzen und dann haben sie alle erst mal gesagt: „Naja, geht wieder vorbei.“ Und so was es aber eben nicht. Übungen zu Hause machen, das ist das, womit ich mich über die ganzen Jahre so gehangelt habe. Immer, wenn ich dann Schmerzen hatte, habe ich das gemacht, was ich kannte, also was man in der Physiotherapie und zur Rehabilitation gelernt hat. Man weiß ja dann, wie es geht, man hat es ja oft genug gemacht. Man muss sich nur einfach dazu überwinden. Und das habe ich dann immer erst gemacht, wenn ich Schmerzen hatte und dann war aber das Kind natürlich in den Brunnen gefallen. Und da ich mich immer nur überwinden konnte, wenn es mir weh tat, hat es auch nicht dazu beigetragen, dass es mir halt langfristig besser geht. Aber von selbst das ganz regelmäßig und intensiv zu machen und da so diszipliniert zu sein, das habe ich eben nicht geschafft. Dann habe ich schon auch angefangen Sport zu machen, sodass die Schmerzen weniger wurden, aber es war jetzt nie so richtig gut, dass ich gesagt hätte, „Och, das ist alles super in Ordnung“ oder so. Ich habe dann erst einmal in der Woche nur Sport gemacht und bin dann auch öfter mal nicht hingegangen. Es hat mir auch nicht so gut gefallen, was ich da gemacht habe. Und das hat dann eben auch nicht so gut geholfen. Und das war so eine Frauensportgruppe, so Gymnastik. Das war einfach irgendwie langweilig. Und viele ältere Frauen und man ist da auch nicht so richtig in Kontakt gekommen. Da ist eine Freundin von mir damals noch hingegangen, deswegen bin ich da noch eine Weile regelmäßig hingegangen und dann ist die irgendwann mal nicht mehr gekommen und dann bin ich auch abgebröckelt dort. Ich habe dann auch eine Weile nichts gemacht und dann habe ich einen Job angefangen, wo ich den ganzen Tag vor dem Computer sitzen muss, was dann dazu führte, dass ich dann auch wieder mehr Beschwerden hatte. Und dann bin ich einfach mal ins Fitnessstudio gegangen während so einem Probe-Abonnement – auch mit einer Freundin zusammen, die gesagt hat: „Ach das ist doch interessant. Wir machen das.“ Und die ist nicht dabei geblieben, aber ich. Mir hat der Sport dort mehr Spaß gemacht. Also das war mehr das, was ich gut finde. Ich habe dort eine Mischung gemacht aus Wirbelsäulengymnastik direkt, weil ich ja weiß, dass ich das brauche, aber ich bin dann auch noch in andere Kurse gegangen, zum Beispiel Aerobic und habe das versucht zu kombinieren. Ich habe den Aerobic-Kurs für mich und meinen Spaß gemacht und den Wirbelsäulenkurs, weil ich weiß, dass mein Körper das braucht. Und habe dort auch Leute kennengelernt – war nun natürlich inzwischen auch älter, sodass ich altersmäßig besser reingepasst habe in die Sportangebote und mich da auch einfach besser mit jemanden unterhalten konnte. Und habe aber einfach auch gemerkt, dass es mir gut tut und dass ich fitter bin und dass ich es brauche. Deswegen bin ich dann dabei geblieben.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 21.02.2013 geführt.

Siliva Kühne ist 38 Jahre alt. Seit sie mit 24 Jahren einen Bandscheibenvorfall hatte, leidet sie an chronischen Rückenschmerzen. Direkt nach dem Bandscheibenvorfall nahm Silvia Kühne an einer Reha teil, doch bis sie einsah, dass sie einfach mehr Sport machen muss und Sport Spaß machen kann, dauerte es Jahre. Seit 2 Jahren geht Silvia Kühne nun ins Fitnessstudio. Dank ihrer verbesserte körperlichen Fitness kann sie mittlerweile auch Freizeitsport genießen. Außerdem achtet Silvia Kühne darauf, zwischen Arbeit und Freizeit abzugrenzen und sich Erholung zum Abschalten zu gönnen.

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