Patientenbeitrag

Während Silvia Kühne früher sportliche Aktivitäten mied, findet sie mittlerweile großen Spaß an Bewegung



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Die Einsicht, dass es wirklich hilft, die kam halt vielleicht so ein viertel bis halbes Jahr, nachdem ich regelmäßig gegangen bin. Weil ich einfach gemerkt habe, dass ich jetzt wirklich fitter bin und weniger Schmerzen habe und auch Aktivitäten durchhalte, die ich vielleicht vorher nicht so mitgemacht hätte. Also zum Beispiel ein Outdoor-Wochenende mit Freunden oder so. Da hätte ich mir halt Sorgen gemacht, weil man dann weit wandert oder einen schweren Rucksack trägt oder was auch immer – ob das irgendwie gut funktioniert und ob ich das kann. Da mache ich mir jetzt nicht mehr so viele Gedanken, weil ich einfach festgestellt habe: „Ach ich bin jetzt fit und ich habe weniger Schmerzen und das passt schon.“ Ich war ja früher unsportlich. Das, was ich gemacht habe, war Lesen, Kino, Theater, aber keine sportlichen Aktivitäten. Und wenn ich dann Sport gemacht habe, dann war das eher zu anstrengend. Weil ich nicht fit genug dafür war, tat mir hinterher alles weh, war ich sowieso die letzte und alle anderen vorne weg. Und das hat mir irgendwie nicht so richtig den Spaß gebracht. Der Spaß am Sport ist erst mit der Regelmäßigkeit und mit der körperlichen Fitness gekommen, die man dafür braucht, um das machen zu können. Und dann hat es mir auch mehr Spaß gemacht. Also das ist so ein Punkt: Wer nie Sport macht und unsportlich ist, der kann natürlich dann bei dem einen Mal auch keinen Spaß daran haben. Sondern der Spaß kommt erst mit der Kontinuität. Das ist das eine und das zweite ist, dass ich wirklich Sportarten jetzt gefunden habe, die mir Spaß machen. Also ich habe zum Beispiel früher auch Skiabfahrtslauf gemacht – das auch nicht so regelmäßig, weil man das ja hier nicht so gut kann – und habe inzwischen angefangen mit Langlauf, weil mir das eben mehr Spaß macht und das leichter zu organisieren ist. Auch Aerobic macht mir inzwischen mehr Spaß als eben an den Geräten irgendwie die Gewichte zu stemmen, was mir überhaupt keinen Spaß macht. Und auch die Kombination im Fitnessstudio von Dingen, die mir Spaß machen, also Aerobic zum Beispiel, mit Sachen, die mir nicht so Spaß machen, nämlich Wirbelsäulenkurs, die aber irgendwie sein müssen, finde ich da ganz gut. Also so was Schönes zu verbinden mit dem, was halt sein muss.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 21.02.2013 geführt.

Siliva Kühne ist 38 Jahre alt. Seit sie mit 24 Jahren einen Bandscheibenvorfall hatte, leidet sie an chronischen Rückenschmerzen. Direkt nach dem Bandscheibenvorfall nahm Silvia Kühne an einer Reha teil, doch bis sie einsah, dass sie einfach mehr Sport machen muss und Sport Spaß machen kann, dauerte es Jahre. Seit 2 Jahren geht Silvia Kühne nun ins Fitnessstudio. Dank ihrer verbesserte körperlichen Fitness kann sie mittlerweile auch Freizeitsport genießen. Außerdem achtet Silvia Kühne darauf, zwischen Arbeit und Freizeit abzugrenzen und sich Erholung zum Abschalten zu gönnen.

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