Patientenbeitrag

Um ausreichend zu trainieren, taktet Franziska Neick das Training in ihre Wochenplanung ein und sieht Training als eine Art Belohnung



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Ich versuche die ganze Woche zu sehen. Ich sage, „okay, zweimal musst du, das wird gemacht“. Und wenn ich denke, „ach, heute Abend möchte ich lieber noch ein bisschen Yoga machen oder möchte mit Freunden etwas machen“, dann versuche ich in meinen Wochenplaner zu schauen und zu sehen, wie das sonst passt. Dass ich mir da auch nicht zu viel Druck aufbaue, weil das dann auch immer schädlich ist, und damit das ein gutes Gefühl bleibt, „ich darf jetzt“. Also ich versuche mir das dann ein bisschen schmackhaft zu machen: „Ich darf jetzt wieder zu Kieser gehen.“ Ein Tag muss dazwischen sein, also spätestens Mittwoch oder Donnerstag möchte ich das erste Mal gegangen sein und am Wochenende nochmal. Wenn ich am Wochenende nicht da bin, ist zweimal unter der Woche schwieriger. Aber keine Ausreden, es muss passen. Ich denke mir, wenn man ein bestimmtes Plateau erreicht hat nach einem Jahr ungefähr, also das dauert auch alles, würde einmal reichen, um das zu halten. Aber wenn man ein bisschen vorwärts kommen möchte – es wird dann auch immer schwieriger – da wären zweimal die Woche schon wichtig. Auf jeden Fall. Aber das gehört dann auch einfach mit zur Lebensumstellung bei chronischem Rückenschmerzen. Ich muss, ich möchte, „muss“ ist immer so böse, ich möchte etwas für meinen Rücken tun. Ich gehe auch wirklich abends noch hin und raffe mich auf, weil auch wenn ich Schmerzen habe, ich komme danach schmerzfrei raus. Das ist ein unglaublicher Kick dorthin zu gehen, die Schmerzfreiheit danach. Die haben wunderbare Duschen, die einen ganz starken Strahl haben. Die richtig danach auf den Nacken drauf, das ist wirklich wie Therapie danach. „Oh ja“, danach denkst du, „ja, alles ist gut“.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 13.02.2013 geführt.

Franziska Neick ist 25 Jahre alt. Im Alter von 23 Jahren hatte sie einen Bandscheibenvorfall. Um mit der Erkrankung umzugehen, musste sie sich vollkommen neu orientieren. Durch konsequente Stressreduktion, Yoga und regelmäßiges Kieser-Training hat Franziska Neick ihre Schmerzen in den Griff bekommen.

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