Patientenbeitrag

Bei seinem morgendlichen Gymnastikprogramm muss Markus Eilert manchmal schon mit seinem Schweinehund kämpfen


Am schwersten ist eigentlich diese Regelmäßigkeit des Sports, dass man sich wirklich zwingt und nach dem Aufstehen Sport macht. So eine viertel Stunde Bodenübungen, Bauchmuskeln und Rückenmuskeln lockern. Das ist schwierig. Wenn man sich sagt, „wenn du es nicht machst, tut es weh, also mach!“, dann klappt es eigentlich, dann kann man sich schon relativ gut motivieren. Und an Tagen, wo man sich dann wirklich kaum überwinden kann, macht man halt bloß die Hälfte oder sowas, aber man macht was.

Das halbe Jahr nach der Bandscheiben-Operation war das eigentlich kein Thema, da war man noch motiviert. Naja und dann ging das so los: „Mache ich nicht, machst du morgen“ und „naja heute ist Wochenende, machst du auch nicht“… Es tut ja nicht gleich weh. Man steht auf und denkt, „ach naja, ist alles ok, gehst du halt duschen und lässt den Sport weg“. Und das merkt man dann erst abends, „oh, na es tut doch ein bisschen weh“ und „hmm, solltest vielleicht wieder was machen“. Aber dann schläft man wieder eine Nacht und am nächsten Morgen ist dann wieder der innere Schweinehund da und sagt, „ach morgen ist auch noch ein Tag“. Das ist ein ganz langsamer Prozess, wo man dann nicht sagen kann, „weil du gestern nichts gemacht hast, tut es heute weh“, sondern das zieht sich so über Wochen und Monate, dass man es immer mehr schleifen lässt.

Und dann war es so, dass es letztes Jahr um Weihnachten rum dann wieder ganz schön weh tat im Rücken. Dann war ich wieder beim MRT und auch wieder hier in der Klinik in der Neurochirurgie und die haben dann gesagt: „Naja, also wenn man den Sport nicht täglich macht, dann hilft das nicht. Also wirklich täglich eine viertel Stunde. Nur das hilft.“ Naja und dann war ich halt wieder motiviert. Jetzt habe ich das also wirklich ein Jahr lang täglich durchgezogen und das hilft also tatsächlich. Das ist jetzt wirklich Pflicht. Also jetzt ist auch der Wecker 20 Minuten eher eingestellt. Ja, es ist blöd, aber wenn man dann über den Tag gekommen ist und merkt, es hat eigentlich nicht weh getan und ist ok, dann sagt man sich: „Ja gut, dann musst du halt mal abends eher ins Bett gehen, sodass du früh Sport machen kannst.“

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 10.01.2013 geführt.

Markus Eilert ist 42 Jahre alt. Vor 10 Jahren hatte er einen Bandscheibenvorfall. Daraufhin hat er das Badminton Spielen aufgegeben und stattdessen begonnen, jedem Morgen Rückengymnastik zu treiben. Um sich keine falschen Übungen anzugewöhnen, trainiert er außerdem wöchentlich in einem Gesundheitssportverein. Für die Arbeit hat er sich ergonomische Möbel zugelegt, die ihm den Büroalltag erleichtern.

Alle Beiträge von Markus Eilert

Schlagworte:

Neuen Kommentar verfassen






* Pflichtangaben