Patientenbeitrag

Regelmäßige Hypnose hat Franziska Neick geholfen, den chronischen Schmerz abzuschalten



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Da ist dann auch der Bandscheibenvorfall diagnostiziert worden, worauf ich erst einmal nach zwei, drei Monaten mit Tabletten und allem, wie soll ich sagen, ich habe auf die Kur sozusagen gewartet. Weil ich dachte, „da fahre ich bald zur Kur und dann wird alles wieder in Ordnung“. Und damit habe ich eigentlich fast ein Jahr verplempert, die Widersprüche und das ganze Hin und Her. Sie wurde dann auch abgelehnt. Und dann habe ich mich selbst gekümmert. Ich bin zu einer Großcousine, die ich vorher nicht kannte, gefahren, die mit Naturheilverfahren und Hypnose arbeitet. Das war genau vor einem Jahr. Dort habe ich dann ziemliche Erfolge gemacht, das Ganze erst einmal wieder zu entspannen und den Schmerz das erste Mal wieder aus dem Kopf zu bekommen. In den drei Wochen, die ich bei meiner Cousine war, haben wir das regelmäßig gemacht, weil auch ein bisschen Psychotherapie damit einher ging. Man kann im Hypnosezustand auch Sachen verarbeiten. Man kann zum Beispiel Begegnungen haben, Aussprachen mit Sachen, die man schon immer mal sagen wollte. Weil man dort ein paar Schranken, die das tägliche Bewusstsein dir so auflegen, wie Scham oder Peinlichkeit oder so, weil man die dort ablegen kann, sodass konkret ein bisschen etwas gemacht werden kann an der Wurzel. Und dann habe ich Selbsthypnose gelernt, sodass ich jeder Zeit zu Hause wieder abtauchen kann und nicht mehr zum Therapeuten muss. Und das ist Hilfe zur Selbsthilfe und das ist wirklich gut. Das ist wirklich etwas, was besser bekannt sein sollte. Ich finde, das ist wie Maggi, wie ein Wundermittel, dass man wirklich runtersteigt bis ins Unterbewusstsein und sich dort ein bisschen erholen kann. Der Therapeut baut dort wie so eine Erholungsinsel für dich, wo man sich mal ausruhen kann. Wo man erfrischter wieder kommt und wo ich auch wieder gelernt habe, den Dauerschmerz auszublenden. Ganz viele verbinden mit Hypnose schlechte Dinge. Es wenig bekannt, dass das eigentlich eine sehr schöne Sache ist und nichts mit Hokuspokus. Dass man die ganze Zeit weiß, was mit einem passiert, dass dort keine Manipulation oder so stattfindet oder einfach nur eine Manipulation, die du auch möchtest. Das ist eine gute Sache.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 13.02.2013 geführt.

Franziska Neick ist 25 Jahre alt. Im Alter von 23 Jahren hatte sie einen Bandscheibenvorfall. Um mit der Erkrankung umzugehen, musste sie sich vollkommen neu orientieren. Durch konsequente Stressreduktion, Yoga und regelmäßiges Kieser-Training hat Franziska Neick ihre Schmerzen in den Griff bekommen.

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