Patientenbeitrag

Thomas Ihle erzählt, worauf er bei seiner Körperhaltung achtet



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Grundsätzlich gilt: alles was schwer ist, alles was gehoben werden muss, muss man in die Knie gehen und es dann von unten mit der Beinmuskulatur nach oben ziehen. Nach oben drücken, man darf nicht die Belastung machen und im Hohlkreuz stehen bleiben. Sich dann einfach nur runterbücken und dann nach oben, das wäre dementsprechend verkehrt. Beim Sitzen sollte man schon zusehen, dass man beide Beine auf der Erde hat. Wie ich es vorhin kurz erzählt hatte, die Schultern nach wie vor richtig hängen lässt. Dieses aufrechte Sitzen fällt alles andere als leicht, weil man ist ja nicht in einer statischen Situation, sondern am Schreibtisch. Man hat viele Situationen, wo man die Tastatur bewegt. Da ist es nicht immer normal, dass man kerzengerade sitzt und die Schultern hängen lässt. Man telefoniert. Allein beim Telefonieren gibt es unzählige Arten, wie man telefoniert. Wenn man immer mal dran denkt, dann ist es gut. Und je schlimmer die Schmerzen sind, je schlimmer das Tal der Tränen war, desto mehr ist es eigentlich im täglichen Ablauf drin, desto mehr ist es im normalen Lebensablauf mit drin. Also es ist ganz normal, dass man sagt, wie war denn das und sich dann normal wieder gerade hinsetzt. Oder ich bin nun mittlerweile auch soweit, dass ich in Besprechungen durchaus auch aufstehe, wenn ich merke, dass die Stühle Schmerzen verursachen, weil sie nicht in der richtigen Höhe sind. Da sind vierzig Mann in dieser Besprechung. Alle sitzen auf denselben Stühlen, aber alle sind sie unterschiedlich groß. Also muss ich da irgendwas tun. Meine Kollegen wissen nun mittlerweile darum, was mit meinem Rücken los ist und mittlerweile sind auch viele andere Kollegen dazu gekommen, weil sie merken, ja, ihnen tut es auch nicht gut.

Thomas Ihle
Das Interview wurde am 28.01.2011 geführt.

Thomas Ihle ist 47 Jahre alt. Mit Anfang 30 hatte er einen ersten Bandscheibenvorfall. In den letzten drei Jahren hatte er erneut mehrere Bandscheibenvorfälle und hat daraufhin seinen Lebensstil geändert. Thomas Ihle hat sich einen Hund angeschafft, macht nun regelmäßig Rückengymnastik zuhause und hat das Rauchen aufgegeben.

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