Patientenbeitrag

Für das Fitnessstudio hält sich Silvia Kühne zwei Abende die Woche frei



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Ich kenne das auch, dass ich verspannt bin, wenn ich Stress habe. Was ja auch daran liegt, dass man eben, wenn man Stress hat, mal auch mehr als 8 Stunden vor dem Computer sitzt und das wird natürlich dann auch zum Stress für den Rücken. Und dann weiß ich, dass ich, selbst wenn ich Stress auf Arbeit habe, den Sport nicht lassen darf, sondern gerade machen muss. Und dass dann auch dazugehört, dass ich dann andere Dinge sogar lasse, die ich lieber machen würde, um mich zu entspannen und sage: „Ich habe jetzt viel zu tun, ich muss ganz viel arbeiten, aber der Sport der bleibt.“ Der ist dann sozusagen gesetzt als Umgang mit dem Stress.

Ich gehe direkt von der Arbeit zum Sport. Ich weiß auch nicht, ob ich das gut schaffen würde, wenn ich vorher nach Hause gehen würde. Das ist eher unrealistisch. Es fügt sich ganz gut ein, weil es ja verschiedene Kurse und Kurszeiten gibt, sodass man auch mal flexibel wechseln kann. Also wenn ich an einem Tag zum Beispiel abends Termine habe, irgendwie unterwegs bin außerhalb für die Arbeit und dann mal nicht das machen kann, was ich gerne möchte, dann kann ich an einem anderen Tag hingehen. Und auf der anderen Seite ist es aber schon so, dass es halt auch Disziplin verlangt, in seinem Leben immer zwei Abende pro Woche freizuhalten für den Sport. Insofern würde ich sagen, es fügt sich nicht so gut ein, sondern ich muss einfach dafür sorgen, dass es sich einfügt. Also ich muss sagen: „Das ist mir so wichtig, das ist mir so ernst, da lasse ich auch andere Sachen dafür sein.“ Ich würde vielleicht auch lieber gerne ins Theater oder ins Kino oder sonst wohin gehen, wenn sich andere gerade dafür verabreden, aber ich muss es dann halt so einrichten, dass ich das trotzdem machen kann. Das ist schon eine Herausforderung, das zu koordinieren und im Grunde genommen in der Koordination auch eine Belastung. Aber dadurch, dass ich weiß, dass es was bringt und dass alles andere ohne Fitnessstudio gar nicht gut funktioniert auf Dauer, mache ich es.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 21.02.2013 geführt.

Siliva Kühne ist 38 Jahre alt. Seit sie mit 24 Jahren einen Bandscheibenvorfall hatte, leidet sie an chronischen Rückenschmerzen. Direkt nach dem Bandscheibenvorfall nahm Silvia Kühne an einer Reha teil, doch bis sie einsah, dass sie einfach mehr Sport machen muss und Sport Spaß machen kann, dauerte es Jahre. Seit 2 Jahren geht Silvia Kühne nun ins Fitnessstudio. Dank ihrer verbesserte körperlichen Fitness kann sie mittlerweile auch Freizeitsport genießen. Außerdem achtet Silvia Kühne darauf, zwischen Arbeit und Freizeit abzugrenzen und sich Erholung zum Abschalten zu gönnen.

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