Patientenbeitrag

Selina Flemming hat „rückenungesunde“ Sportarten durch besser geeignetere ersetzt



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Also das ist Wandern, das ist Schwimmen. Aber im warmen Wasser! Insofern – ich bin ja früher auch geschwommen, gerne, aber habe gemerkt, dass in den normalen Schwimmhallen mir das Wasser zu kalt ist und dass ich dann eher komischerweise Schwierigkeiten habe, obwohl Schwimmen auch wieder so lehrbuchmäßig empfohlen wird, vor allen Dingen Rückenschwimmen. Aber das lasse ich. Schwimmen im See dann schon, wenn es dann draußen warm ist. Und nicht zu lange. Da sind wir wieder beim Maß. Das tut mir gut, wenn ich nicht zu lange im Wasser bin. Fahrrad fahren tut mir gut, wenn ich dann eben nicht jeden Huckel mitnehme. Also wenn ich mal dann auch im Stehen Fahrrad fahre. Oder jetzt kann ich auch streckenweise normal Fahrrad fahren und kann sitzen, kann auch mal einen Huckel mitnehmen, aber nicht auf 20 Stunden, sondern eben dosiert. Oder eben auch mal eine Pause machen. Und nicht auf Biegen und Brechen mit dem Mountainbike, weil es ja so schön sportlich ist, fahren, sondern sich eben ein Fahrrad holen, wo ich das Gefühl habe, ich sitze gut drauf, die Haltung ist so, dass ich das angenehm und entspannt [finde]. Wir waren ja vorhin beim Thema Entspannung und beim Thema Spannungsentstehung und wie entsteht Spannung? Wenn ich natürlich mich permanent in einer Haltung befinde, wo Spannung ja auch provoziert wird. Ski-Langlauf kann ich wieder oder habe ich mir eigentlich erschlossen, das war früher eigentlich nicht so mein Ding, aber das tut mir auch gut. Da muss ich aber aufpassen, dass es nicht zu kalt wird am Rücken. Also ich muss mich gut betten, sagen wir es mal so. Was ich nicht mehr mache, sind so Schnellkraftgeschichten, also wo man schnell losrennen muss, Badminton. Wo man schnell abstoppen muss, wo vielleicht die Gefahr besteht, dass man in das Hohlkreuz springt, Volleyball, Basketball. Wo es zum Beispiel ganz schnell passiert, dass ich doch gar nicht mehr bei mir bin, sondern sozusagen draußen, ja so als würde man sich sozusagen nach außen begeben, wo diese Selbstbetrachtung so schwer fällt. Ich denke, solche Sportarten, die habe ich geknickt. Also dass ich mir vielleicht mal einen Ball nehme und einfach nur werfe, aber das hat ja nicht viel mit Basketball als Spiel zu tun.

Selina Flemming
Das Interview wurde am 01.03.2011 geführt.

Selina Flemming ist 35 Jahre alt. In einer Zeit erhöhten beruflichen Stresses erlitt sie mit 30 Jahren zwei Bandscheibenvorfälle. Sie entschied sich, ihre Erkrankung ganzheitlich anzugehen und nahm dabei sowohl physio- als auch psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch, wodurch sie mittlerweile kaum noch Schmerzen hat. Beruflich hat sich Selina Flemming neu orientiert und betreibt heute eine eigene Bewegungs- und Rückenschule.

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