Patientenbeitrag

Franziska Neicks Hund ist neben der Motivation zu regelmäßigen Auszeiten eine wichtige emotionale Unterstützung



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Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, Berufssuche und so weiter, da habe ich auch wahnsinnige Zukunftsängste. Was das alles werden soll, wie langsam ich jetzt noch bin und was ich alles brauche für den Tag. Und ich stelle mir vor, dass wird jetzt besser und ich kann das jetzt wieder schneller. Und eigentlich hatte ich mir dafür auch den Hund geholt, dass ich immer wieder weiß, dass ich keine Chance habe zu betrügen. Weil sie immer sagt, „Wir gehen jetzt raus. Du brauchst jetzt frische Luft.“ Und ich glaube, wenn man mit dem Hund so umgeht wie mit Yoga, dann kann man das auch schaffen. Obwohl ich trotzdem finde, dass ein Hund ein sehr guter Weg ist. Ein Hund ist auch Heilung und sollte von der Krankenkasse bezahlt werden. Für die Psyche vor allen Dingen und auch für den Körper ist das ein sehr probates Mittel. Der Hund, egal wie schlecht es dir geht, du musst auf jeden Fall einmal am Tag richtig lachen. Gerade mein Hund ist so ein Kasper. Sie bringt mich manchmal so zum Lachen, was sie für Dinge macht und das Rausgehen ist natürlich Gold wert. Gerade für Menschen, die sich nicht gern bewegen, ist das richtig gut. Also Bewegung, klar Frischluft, du hast soziale Kontakte, du hast mit einem Hund immer ein Gespräch. Also Hundebesitzer, es ist nichts einfacher als mit denen ins Gespräch zu kommen. Auch bei Menschen, denen es da nicht leicht fällt, ist ein Hund sehr einfach. Und für mich ist es auch einfach die Liebe, die wir uns gegenseitig so geben. Das ist auch einfach ein Seelenhüter. Genau, ich hatte gelesen, „Der Hund ist der moderne Seelenhüter in der Stadt, der einfach die Seele gesund hält.“ Das ist wirklich ein Rundum-Konzept. Bei mir ist es auch immer nicht so einfach gewesen, weil sie so krank war. Aber auch das war ein Schritt, weil ich zum Beispiel an ihr auch erkannt habe, als ich jetzt die Röntgenaufnahmen gesehen habe, dass sie viel kränker ist als ich, an Arthrose und an Spondylosen und was sie nicht alles hat und die viel besser damit umgeht, als dass ich das jemals mache. Einfach sich schüttelt und dann geht es wieder los in den Tag. Und das ist mir einfach ein Vorbild, wenn man so ein goldiges Gemüt hat. Weil ich genau gesehen habe, dass das nur mein eigenes Köpfchen ist und wie man damit umgeht. Also, „Okay, positiv. Komm, heute ist wieder ein guter Tag“. Also ich versuche mir auch jeden Tag an ihr ein Beispiel zu nehmen.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 13.02.2013 geführt.

Franziska Neick ist 25 Jahre alt. Im Alter von 23 Jahren hatte sie einen Bandscheibenvorfall. Um mit der Erkrankung umzugehen, musste sie sich vollkommen neu orientieren. Durch konsequente Stressreduktion, Yoga und regelmäßiges Kieser-Training hat Franziska Neick ihre Schmerzen in den Griff bekommen.

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