Patientenbeitrag

Judith Goetz versucht sich im Alltag viel zu bewegen und nutzt dazu ein rückenfreundliches Fahrrad


Ich versuche möglichst alles mit dem Fahrrad zu fahren oder zu laufen. Also ich nutze keinen Aufzug und wann immer es geht, erledige ich Dinge mit der Bewegung, die ich selber machen kann. Es sind ja täglich mindestens zweimal 20 Minuten, die man zur Arbeit hin und her Fahrrad fährt. Das merke ich auch ganz deutlich, dass diese Bewegung im Alltag ein Riesenpluspunkt ist. Und auch wenn ich zu jemandem gehe, dann laufe ich immer die Treppen hoch und freue mich, dass ich das kann und dass ich nicht auf so einen stinkigen Aufzug warten muss. Das ist auch gut.

Das habe ich eigentlich schon immer so gemacht, aber es ist einem nochmal klarer nach solchen Ereignissen [den Blockaden in der Halswirbelsäule], dass man das unbedingt machen und daran festhalten muss. Wobei ich früher auch manchmal mit dem Auto gefahren bin, weil ich mich einfach ordentlich anziehen wollte. Und heute benutze ich das Fahrrad auch ‚ordentlich‘ angezogen, also mit Anzug oder so.

Und ich benutze jetzt nicht mehr das Mountain Bike. Nach diesem ersten Vorfall habe ich es seltener benutzt, weil man auf dem Mountain Bike immer so vorne über sitzt und das ein Problem für den Nacken- und Schulterbereich ist. Das benutze ich jetzt fast nicht mehr. Noch nicht einmal, wenn ich am Wochenende zum See fahre oder so, da nehme ich auch meine alte Fahrradmühle. Auch deswegen, weil ich auf dem Mountain Bike keinen Fahrradkorb dran habe und ich jetzt immer ganz gerne die Taschen ablege, sodass ich die nicht auf dem Rücken habe. Das mache ich schon anders. Und das coole Mountain Bike steht im Keller. So etwas würde ich mir jetzt auch nicht wieder kaufen. Also wenn ich mir jetzt ein neues Fahrrad besorgen müsste, dann würde ich schon gucken, dass das eins ist, wo ich nicht so vorne über sitze, sondern wo ich den Rücken entlasten kann.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 30.01.2013 geführt.

Judith Goetz ist 41 Jahre alt. Vor beinahe 10 Jahren hatte sie zum ersten Mal eine Blockade in der Halswirbelsäule. Seitdem achtet sie darauf, regelmäßig Sport zu treiben. Sie geht jede Woche Joggen, macht Rückenübungen zuhause und treibt Pilates in einem Kurs. Um schmerzhafte Verspannungen im Nackenbereich zu vermeiden, versucht Judith Goetz, sich nicht zu überarbeiten und durch Atemtechniken in anstrengenden Situationen entspannt zu bleiben. Vor einem Jahr hatte Judith Goetz erneut eine Halswirbelblockade, die sie jedoch nicht von ihrem aktiven Lebensstil abbringen konnte.

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