Patientenbeitrag

Judith Goetz musste lernen, sich realistische Ziele zu setzen und die Ansprüche nicht zu hoch zu setzen


Ich will auch jetzt gerne wieder so gesund und so schmerzfrei und so beweglich sein, wie ich das mal mit 20 war. Das wäre ein schönes Ziel, aber es ist unrealistisch. Da muss man sich irgendwie was anderes vornehmen. Man kann auch nicht sagen: „Jetzt will ich plötzlich, weil das vielleicht für meinen Rücken und meine Wirbelsäule gut wäre, wieder das Gewicht wie mit 30 Jahren haben.“ Das ist auch Quatsch, weil der Körper sich verändert. Da frustriert man sich doch nur noch mehr, wenn man solch seltsamen Idealen hinterher hechelt.

Man darf also auch nicht so unrealistisch sagen, „Jetzt will ich in drei Wochen wieder fit sein bis die erste Sonne rauskommt im Frühling“, sondern man sollte auf dem Teppich bleiben und überlegen, ob das Programm, was man machen will, überhaupt machbar ist. Das meine ich mit realistisch. Also ich kann mir jetzt nicht vornehmen, jeden Tag eine Stunde Sport zu machen. Das schaffe ich nicht. Das geht nicht in meinem Alltag. Das wäre unrealistisch. Aber zu sagen, „Zweimal in der Woche möchte ich mindestens eine Stunde etwas machen“ – das schaffe ich. Das kann ich mir frei machen. Das meine ich mit realistisch, also da auf dem Teppich zu bleiben und sich zu überlegen, , was möglich ist, wenn man sich einen Plan macht.

Ganz am Anfang, wenn man lange nicht Laufen war, dann ist es auch ganz schön anstrengend. Also langsam steigern! Aber nach einer Weile geht das dann wieder. Und wenn dann der erste Erfolg kommt, dass man lockerer läuft und sich dabei entspannt und nicht bloß Stress hat, weil man außer Atem ist, dann wird das gut.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 30.01.2013 geführt.

Judith Goetz ist 41 Jahre alt. Vor beinahe 10 Jahren hatte sie zum ersten Mal eine Blockade in der Halswirbelsäule. Seitdem achtet sie darauf, regelmäßig Sport zu treiben. Sie geht jede Woche Joggen, macht Rückenübungen zuhause und treibt Pilates in einem Kurs. Um schmerzhafte Verspannungen im Nackenbereich zu vermeiden, versucht Judith Goetz, sich nicht zu überarbeiten und durch Atemtechniken in anstrengenden Situationen entspannt zu bleiben. Vor einem Jahr hatte Judith Goetz erneut eine Halswirbelblockade, die sie jedoch nicht von ihrem aktiven Lebensstil abbringen konnte.

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