Patientenbeitrag

Um feierabends nicht ihrem Schweinehund zu erliegen, macht Judith Goetz gleich nach der Arbeit ihre Gymnastikübungen


Man fühlt sich so ein bisschen von der Arbeit erschöpft, wenn alles so anstrengend ist. Wenn man früh um acht zur Arbeit geht und dann um sechs nach Hause kommt, dann ist dieser Tag gefühlt schon vorbei. Man kümmert sich erst mal um sein Kind und um die Hausaufgaben und dann ist es irgendwie um acht und man denkt: „Ach, es wäre doch eigentlich schön, sich einfach nur auf das Sofa zu legen.“ Manchmal mache ich das auch, klar. Aber meistens kann ich mich schon nochmal motivieren.

Der Trick ist, sich nicht erst hinzulegen, sondern gleich anzufangen und es nicht zu verschieben – wie mit allen anderen Dingen auch. Ich betrachte das manchmal ähnlich wie unliebsame Arbeitstätigkeiten: Da neigt man ja auch dazu, die zu verschieben oder erst mal auf den Stapel zu legen, obwohl es wichtig ist, anstatt sie auf der Prioritätenliste nach oben zu tun, wo sie hingehören. Und so sehe ich das da auch. Man muss sich disziplinieren und das nach der Notwendigkeit abarbeiten und nicht danach, wo es im Stapel liegt. Also sich bewegen und etwas machen – auch wenn es manchmal einfach nur 20 Minuten sind. Das hilft ja schon! Das ist dann halt notwendig und dann mache ich das auch.

Wenn die Leute, die sich nicht bewegen und sich nicht motivieren, durchhängen und rumjammern, „Das tut weh und das ist schlecht“, dann denke ich mir, „So würde es dir auch gehen, wenn du auf dem Sofa gelegen hättest“ und dann freue ich mich, dass es nicht so ist. Also nicht, dass es den anderen schlecht geht, sondern ich freue mich, dass es bei mir eben nicht so gekommen ist.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 30.01.2013 geführt.

Judith Goetz ist 41 Jahre alt. Vor beinahe 10 Jahren hatte sie zum ersten Mal eine Blockade in der Halswirbelsäule. Seitdem achtet sie darauf, regelmäßig Sport zu treiben. Sie geht jede Woche Joggen, macht Rückenübungen zuhause und treibt Pilates in einem Kurs. Um schmerzhafte Verspannungen im Nackenbereich zu vermeiden, versucht Judith Goetz, sich nicht zu überarbeiten und durch Atemtechniken in anstrengenden Situationen entspannt zu bleiben. Vor einem Jahr hatte Judith Goetz erneut eine Halswirbelblockade, die sie jedoch nicht von ihrem aktiven Lebensstil abbringen konnte.

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