Patientenbeitrag

Walter Sievert weiß, dass er den Krankheitsverlauf von Morbus Bechterew selbst beeinflussen und sich so Lebensqualität erhalten kann



War der Beitrag hilfreich?
Text ein- und ausblenden

Und als die mir dann die Diagnose bestätigten, war das für mich eine Erleichterung. Weil ich genau wusste, mit der Diagnose musst du das und das und das machen und dann konnte ich mich drauf einstellen. Dann wusste ich, was auf mich alles zukommen kann, was ich einfach akzeptieren muss, und dann muss man ich sag mal dem Schicksal auch seinen Lauf ein bisschen lassen. Man kann es beeinflussen durch Verhaltensweisen, gesunde Ernährung, Gymnastik, Sport etc.. Das sind die Möglichkeiten, die die man hat.

Also wie gesagt, für mich war es ein Glück, dass ich die Diagnose erfahren habe, weil ich damit umgehen konnte und mich einrichten  konnte. Für die anderen ist es der Zusammenbruch, weil die andere Ziele sich gesteckt haben. Die wollten dies und jenes unbedingt erreichen und haben damit gesehen, dass es vielleicht doch nicht geht, und haben dann sozusagen sich selbst die Krise an den Hals geholt.

Also die Krankheit hat auch manchmal was Gutes. Ja, man lebt bewusster. Vielleicht nicht unbedingt dahin leben, aber man würde vielleicht nicht ganz so bewusst leben. Ja, weil man sich vielleicht auch sagt, „naja, wer weiß, ob es in zwei Jahren oder drei Jahren noch so geht“. Kann ja auch mal was passieren, wissen wir ja alle nicht, mit Schicksal und was weiß ich, was da so auf einen zukommen kann mit der Krankheit. Aber solange alles gut geht, sollte man das auch richtig intensiv nutzen.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 24.03.2011 geführt.

Walter Sievert ist 61 Jahre alt. Er leidet an Morbus Bechterew. Durch eine verzögerte Diagnose und jahrelange Bürotätigkeit nahm die Erkrankung bei ihm einen ungünstigen Verlauf. Walter Sievert wurde mehrmals an der Hüfte operiert. Heute achtet er darauf, sich genügend zu bewegen, regelmäßig Gymnastik zu betreiben und sich die notwendigen Ruhephasen zu gönnen. Auf diese Weise kann er mit der Erkrankung umgehen.

Alle Beiträge von Walter Sievert

Schlagworte:

Neuen Kommentar verfassen






* Pflichtangaben