Patientenbeitrag

Beatrice Arendt schildert, wie wichtig und gleichzeitig auch wie schwierig es ist, auf seinen Körper zu hören


Was ich bis heute auch noch nicht so gut mache, ist auf meinen Körper zu hören. Dadurch, dass ich ein Leistungsmensch bin, ist mein Körper eigentlich nur ein Werkzeug. Ein Werkzeug um den Leistungsanspruch zu verwirklichen. Dass ich aber mein Werkzeug auch mal ölen muss und in Stand halten muss, das ist mir überhaupt nicht bewusst gewesen. Sondern ich bin über meine Signale, die der Körper mir gegeben hat, durch Schmerz bin ich drüber hinweg gegangen. Und ich habe gesagt, “Nein, also komm, das schaffst du noch und das schaffst du auch noch”. Bis es dann zu dem akuten Zusammenbruch gekommen ist, mit dem Bandscheibenvorfall. In der heutigen Situation kann ich sagen, “Eigentlich geht es mir verhältnismäßig gut.” Schleicht sich schon mal wieder ein, dass ich auf die Signale meines Körpers nicht frühzeitig höre. Und das ist wichtig, mehr Fürsorge für einen selber zu betreiben.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 19.02.2011 geführt.

Beatrice Arendt ist 55 Jahre alt. Mit etwa 40 Jahren erlitt sie einen Bandscheibenvorfall. Die anhaltenden Schmerzen und eine belastende berufliche Situation bedingten bei ihr eine Depression. Mit der Kombination von gezieltem Rückensport, Therapie und bewusster Entspannung ist es Beatrice Arendt gelungen, ein großes Stück ihrer Lebensqualität zurückzugewinnen.

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