Patientenbeitrag

Wenn sie sich einmal nicht zum Sport motivieren kann, hat Simone Mehring Nachsicht mit sich selbst, bleibt aber trotzdem beharrlich



War der Beitrag hilfreich?
Text ein- und ausblenden

Dann bin ich frustriert, dann ziehe ich eine Schnute und lege mich aufs Sofa und gucke Fernsehen bis zum Abwinken. Oder ich fange an Schokolade zu essen oder ich gehe einfach ins Bett. Und oder ich lese ein Buch und dann ist diese Phase, dieser Frust dann irgendwann vorbei, dann gibt es einen nächsten Tag, dann fängt das Programm neu an und dann starte ich wieder von Null. Dann gucke ich mal, was dann funktioniert und was dann klappt. Für mich ist das nicht ein komplettes Scheitern, sondern immer nur ein Scheitern des Moments. Wenn ich also sage, ich mache heute Gymnastik und ich mache es nicht, dann ist es nur für heute gescheitert, morgen steht es wieder auf dem Programm. Nein das heißt nicht, ich mache jetzt nie wieder Gymnastik oder so. Also ich hatte mal eine Phase, da habe ich Krafttraining gemacht und habe für sechs Monate unterbrochen. Habe immer wieder die Trainingsklamotten eingepackt und habe sie abends wieder nach Hause gebracht. Und dann habe ich irgendwann gesagt, „was willst du“, „ich schleppe ja jetzt nicht die Trainingsklamotten einfach so durch die Gegend, willst du trainieren – ja oder nein“ und wenn ich dann sechs Monate lang nicht trainiert habe, dann ist die Antwort eindeutig nein. Dann lasse ich es auch. Dann mache ich es nicht wieder. Weil dann ist das etwas, was ich einfach nicht motiviert kriege. Dann heißt das für mich, ist nicht gut, aber ich werfe es über Bord, ich schaffe es nicht, dann ist das nur ein Dauerfrust. Dauerfrust ist nicht gut, dann muss man es lassen. Dann muss man einfach auch sagen „OK. Das ist definitiv nichts für mich. Dann macht man eben was anderes.“

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 20.02.2011 geführt.

Simone Mehring ist 46 Jahre alt. Mit Anfang 40 bekam sie heftige Rückenschmerzen, woraufhin sie ihr regelmäßiges Lauftraining deutlich einschränken musste. Durch ihre intensive Ursachensuche und einen aktiven Lebensstil mit Gymnastik, gezielten Dehnübungen und ausgewogener Ernährung hat sie heute kaum noch Rückenschmerzen.

Alle Beiträge von Simone Mehring

Schlagworte:

Neuen Kommentar verfassen






* Pflichtangaben