Patientenbeitrag

Mit regelmäßigem Sport und therapeutischer Unterstützung erhält sich Beatrice Arendt die gewonnene Lebensqualität


Es ist sicherlich so, dass ich mir diesen festen Termin dadurch gesetzt habe, indem ich eine ärztliche Verordnung habe, um diese Krankengymnastik am Gerät durchzuführen. Ich wüsste ja auch ganz genau, wenn ich das sehr nachlässig handhaben würde, ich auf der anderen Seite wieder beim Arzt vorsprechen, wieder um Medikamente bitten muss, weil ich solche Rückenschmerzen habe, dass ich dann sicherlich auch nicht die Kostenübernahme bekommen hätte wie ich sie jetzt habe. Und der Orthopäde hat es mir selber gesagt und auch der Krankenkasse geschrieben, dass er fast keinen Patienten hat, der so genau jede Woche zweimal seine Aufgaben erfüllt, wie ich es jetzt mache. Und wie gesagt, ich mache es nicht, damit er das dann gegenüber der Krankenkasse so argumentieren kann, sondern ich mache es, weil es mir gut tut. Zum Beispiel habe ich mir auch überlegt, wenn ich jetzt einfach Mitglied in einem Verein wäre, könnte ich auch in dieser Einrichtung Mitglied werden und diese Geräte dann genauso benutzen. Ich glaube, dann würde diese Verpflichtung für mich nicht so groß sein. Und ich finde es ganz wichtig, dass es für mich über eine Verordnung läuft, dass ich diesen Zwangspunkt habe, “Wenn du das nicht machst, dann kann auch eine Folge kommen und dir deine Krankenkasse zukünftig gewisse Sachen nicht mehr finanzieren”. Weil du auch selber gar nicht die entsprechende Wertigkeit da rein legst, was man dir jetzt hier angedeihen lässt und dir finanziert, sondern du gehst mal hin und gehst mal nicht hin. Dementsprechend nimmst du es also für dich nicht so wichtig, nicht so ernst. Demnach kann dein Problem gar nicht so groß sein. Da mein Problem aber doch schon ziemlich groß war und ich mir nach und nach, sage ich mal, eine bessere Lebenssituation erarbeitet habe, steht es für mich oben als erste Priorität. Ich habe früher meine ehrenamtliche Arbeit als Nummer eins gehabt. Heute ist es Nummer eins für mich meine Therapiesachen zu machen, um auch die Lebensqualität, die ich mir mittlerweile erarbeitet habe, zu halten.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 19.02.2011 geführt.

Beatrice Arendt ist 55 Jahre alt. Mit etwa 40 Jahren erlitt sie einen Bandscheibenvorfall. Die anhaltenden Schmerzen und eine belastende berufliche Situation bedingten bei ihr eine Depression. Mit der Kombination von gezieltem Rückensport, Therapie und bewusster Entspannung ist es Beatrice Arendt gelungen, ein großes Stück ihrer Lebensqualität zurückzugewinnen.

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