Patientenbeitrag

Christine Wagner ist sich durch die Rückenschmerzen über ihre Prioritäten im Leben klar geworden und arbeitet nun nur noch halbtags



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Ich habe andere Sachen ganz bewusst gelassen, muss ich ganz ehrlich sagen. Ja, ich habe mir Prioritäten gesetzt in meinem Leben. Ich habe mir einfach überlegt, was mir eigentlich wichtig ist. Und mir ist wichtig, dass ich eine gewisse innere Reife habe oder wie man das nennen soll. Ja und an der muss man arbeiten. Vielleicht kommt sie bei manchen Menschen auch so oder ist sie von Natur aus da. Ist leider bei mir nicht so. Ich muss dafür etwas tun. Das geht mir auch manchmal auf die Nerven, dass man immer was tun muss. Ja, aber letztendlich, muss ich schon sagen lohnt es sich. Also für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt, etwas für mich zu tun. Und ich denke mir auch für meine Umgebung. Denn wenn ich jetzt unzufrieden und gereizt bin oder so etwas, dann wirkt sich das ja auch auf meine Umgebung aus. Ja und wenn ich das anders managen kann, dann wirkt sich das auch wieder auf meine Umgebung aus. Ja und von daher denke ich, ist es im Grunde genommen schon gut, dass ich das gemacht habe oder dass ich die Prioritäten in der Hinsicht auch verschoben habe. Ja, ich gehe nur einen halben Tag arbeiten. Gut, das habe ich auf zweieinhalb Tage gelegt und dann kann ich mir die Zeit doch einteilen, so wie ich das möchte. Ja und dafür verzichte ich auf das Geld, was ich hätte, wenn ich den ganzen Tag arbeiten oder wenn ich mir noch, was weiß ich wie viele Nebenjobs dazu organisieren würde. Was man ja könnte, aber wo ich dann auch für mich festgestellt habe, dass es nicht geht. Weil nämlich genau das dann darunter leidet, ja und das will ich nicht. Ja, also ich denke mir ohne Prioritäten geht es im Leben nicht.
Ich habe schon so viele Schmerzen in meinem Leben gehabt, dass ich da keine Lust mehr darauf habe. Wirklich nicht. Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, dann möchte ich das nicht nochmal erleben. Das möchte ich wirklich nicht und dafür mache ich etwas.

Christine Wagner
Das Interview wurde am 10.02.2011 geführt.

Christine Wagner ist 51 Jahre alt. Aufgrund starker Rückenschmerzen wurde bei ihr vor 10 Jahren (irrtümlich) Morbus Bechterew diagnostiziert. In intensiver Auseinandersetzung mit dieser Krankheit hat Christine Wagner ihr Verhalten und ihre Einstellungen überdacht und verändert. Durch regelmäßige Bewegung, gezielte Übungen und einen anderen Umgang mit Stress ist sie mittlerweile schmerzfrei.

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