Patientenbeitrag

Manchmal geht Walter Sievert in ein Fitness-Studio, welches sich gut spontan in den vollen Alltag integrieren lässt



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Noch eine ganz wichtige Sache, was Sport betrifft, ist der Bereich Fitnessstudio. Weil es ist ja so – etwa bei uns ist es so, dass etwa 50 % der Mitglieder eben noch berufstätig sind, und die haben dann eben oftmals nicht die Zeit zu einem festen Termin in die Gymnastikgruppe zu gehen. Sie betreiben dann zum Teil ihre Gymnastik erst mal individuell zu Hause, was sowieso eigentlich Pflicht sein sollte, aber sie gehen auch in ein Fitnessstudio. Es gibt dafür spezielle Programme für Morbus Bechterew zur Kräftigung der Rückenmuskulatur, der Beinmuskulatur, Bauchmuskulatur, alles was so vernachlässigt wird. Und das kann ich auch wirklich jedem nur jeden empfehlen. Wenn das ein sehr gutes Fitnessstudio ist mit ausgebildeten Leuten, dann ist das wirklich eine segensreiche Sache. Und man bezeichnet das ja dann nicht als Fitnesstraining, sondern als medizinische Trainingstherapie. Das ist also ein feiner Unterschied und man muss sehen, dass man das dann eventuell auch dann von seiner Krankenkasse gefördert bekommt finanziell. Es ist also eine ganz wichtige Sache. Ich selber bin eben durch das Ehrenamt nicht unbedingt in der Lage, jetzt noch diesen dritten Teil regelmäßig zu betreiben, aber wenn ich die Möglichkeit habe mit medizinischer Trainingstherapie, macht es wirklich Spaß. Dann merke ich auch, dass ich da was für meinen Körper tue und es eigentlich mindestens einmal in der Woche selber machen müsste. Aber das Leben läuft halt ein bisschen anders ab und wenn man sich nur voll der Gesundheit widmet, dann würde vieles andere auch nicht gehen. Also man muss dann immer abwägen, in welchem Verhältnis die Gymnastik, der Sport zum gesamten Leben steht.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 24.03.2011 geführt.

Walter Sievert ist 61 Jahre alt. Er leidet an Morbus Bechterew. Durch eine verzögerte Diagnose und jahrelange Bürotätigkeit nahm die Erkrankung bei ihm einen ungünstigen Verlauf. Walter Sievert wurde mehrmals an der Hüfte operiert. Heute achtet er darauf, sich genügend zu bewegen, regelmäßig Gymnastik zu betreiben und sich die notwendigen Ruhephasen zu gönnen. Auf diese Weise kann er mit der Erkrankung umgehen.

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