Patientenbeitrag

Volleyball mit einem Softball ist für Morbus-Bechterew-Patienten geeignet und macht Walter Sievert Spaß



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Was die sportliche Betätigung betrifft, gibt es ja einige Sachen, die der Bechterew-Patient durchaus betreiben kann, wenn er es krankheitsspezifisch etwas umwandelt. Und die Sporttherapeuten sind einem da sehr behilflich. Es gibt auch eine ganze Menge Anwendungen, zum Beispiel möchte ich da gerne Volleyball nennen, weil wir das als Gruppe sehr gerne spielen und da kommt man natürlich in eine Streckung der Wirbelsäule auch rein. Wir machen das nicht vorrangig, um nun unbedingt Gewinner zu sein, sondern auch der Spaßfaktor spielt eine ganz große Rolle. Wir betreiben unsere Sportstunde so, dass wir also eine halbe Stunde Gymnastik machen und eine halbe Stunde eben Volleyball – unter Bedingungen des Krankheitsbildes Morbus Bechterew. Das heißt, wir spielen nicht mit einem harten Ball, das wäre sehr kontraproduktiv für die Schulterbereiche, sondern wir spielen mit einem sogenannten Softball und das Netz können wir so einstellen, wie es uns zuträglich ist, das heißt es ist ein höhenverstellbares Netz. Und da kommen wir alle sehr gut zurecht und fast alle aus unserer Sportgruppe spielen gerne Volleyball. Es macht einfach Spaß. Und durch diesen intensiven Charakter vergisst man auch oftmals eben dann seine kleinen Problemchen, die man eventuell hat, oder durch diese Bewegung, wo man sich also voll auf den Sport konzentriert, gehen dann manche Probleme halt weg.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 24.03.2011 geführt.

Walter Sievert ist 61 Jahre alt. Er leidet an Morbus Bechterew. Durch eine verzögerte Diagnose und jahrelange Bürotätigkeit nahm die Erkrankung bei ihm einen ungünstigen Verlauf. Walter Sievert wurde mehrmals an der Hüfte operiert. Heute achtet er darauf, sich genügend zu bewegen, regelmäßig Gymnastik zu betreiben und sich die notwendigen Ruhephasen zu gönnen. Auf diese Weise kann er mit der Erkrankung umgehen.

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