Patientenbeitrag

Nach der Gymnastik fühlt sich Walter Sievert meistens besser – nur bei Morbus-Bechterev-Schüben weiß er, dass er zuhause bleiben sollte



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Ich trage ja dann auch die Hoffnung in mir, dass mein körperlicher Zustand sich dadurch auch wieder bessert. Das heißt, ich gehe zwar jetzt mit leichten Beschwerden zum Sport, fühle mich verspannt in der gesamten Muskulatur und am Ende sag ich, “das war gut“. Wir stellen uns ja nach der Gymnastik auch nochmal unter die warme Dusche und das wirkt alles auch muskelauflockernd, die ganze Sache.

Das habe ich mir angeeignet, weil ich gemerkt habe, wenn ich diese Disziplin zeige, geht es mir am Ende in der Regel besser. Also ich kann mich nicht erinnern, dass wenn ich mit leichten Beschwerden zur Gymnastik gegangen bin, dass ich dann mit noch größeren Beschwerden wieder rausgekommen bin. Also in der Regel ist immer eine Verbesserung da. Und das ist ja auch eine Motivation, eben zu dieser Gymnastik zu gehen, weil man in der Regel spürt, dass es einem danach besser geht.

Es gibt allerdings Beschwerdebilder, wo man sagen muss, “bleib zu Haus“. Das sind diese sogenannten Schubphasen, die ich ja so gut wie nicht mehr kenne. Und in Schubphasen verläuft eben diese Sache ganz anders, dann hat man schon große Probleme bei kleinsten Bewegungsabläufen und dann sagt man sich wirklich: „Heute ist es sinnlos, hier in eine Gruppe zu gehen. Entweder ich mache sanfte Übungen zu Hause oder aber ich nutze in dieser Phase auch die Ruhe.“

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 24.03.2011 geführt.

Walter Sievert ist 61 Jahre alt. Er leidet an Morbus Bechterew. Durch eine verzögerte Diagnose und jahrelange Bürotätigkeit nahm die Erkrankung bei ihm einen ungünstigen Verlauf. Walter Sievert wurde mehrmals an der Hüfte operiert. Heute achtet er darauf, sich genügend zu bewegen, regelmäßig Gymnastik zu betreiben und sich die notwendigen Ruhephasen zu gönnen. Auf diese Weise kann er mit der Erkrankung umgehen.

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