Patientenbeitrag

Maike Albrecht macht sich ihre Haltung im Stehen und Sitzen immer wieder bewusst



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Also erst mal ist wichtig, einen aufrechten Gang zu haben. Sich erst mal bewusst zu machen, sich hinzustellen, richtig die Fußsohlen zu spüren und dann an sich „hochzuklettern“, sozusagen gedanklich: „Ich stehe jetzt ganz gerade.“ Das heißt, ich drücke zwar nicht die Knie durch, die sind ganz leicht gebeugt, aber mein Oberkörper sitzt sozusagen auf dem Becken. Ich habe die Bauchmuskeln angespannt, meine Brust ist richtig aufgerichtet. Meine Halswirbelsäule ist aufgerichtet und mein Kopf hat eine gerade Haltung. Trotzdem im Geiste Kinn zur Brust, damit die Halswirbelsäule nicht überspannt ist. Die Schultern lassen wir hängen, und die Arme auch ganz locker hängen.

Sich erst mal dieser Haltung mit offenen Augen bewusst werden. Das soll nicht militärisch sein. Das ist wirklich eine gute, aufrechte Haltung.
Ab und zu auch beim Sitzen drauf achten, dass man Stühle hat, die den Rücken schön stärken. Gerade sitzen. Immer mal wieder runter ziehen. Auch sich immer wieder mal korrigieren. Muss nicht dauernd sein. Man darf auch mal loslassen. Das wäre sonst schrecklich für den Körper, da wäre der ja sonst immer, auch mit den Muskeln in Spannung. Auch die Muskeln brauchen mal Entspannung.

Wenn ich mir jetzt bewusst mache, dass ich etwas aufheben will. Mir ist etwas runter gefallen. Dann kann ich mich entweder in die Hocke begeben, mit relativ aufrechtem Rücken, und mich dann runter beugen und das aufnehmen, was da runter gefallen ist. Also das wäre die rückengerechte Situation, wenn wir es noch relativ gut geht, mit dem Rücken kann ich auch sozusagen mich lang runter beugen, was die Physiotherapeuten aber nicht so gerne sehen. Der Rücken soll immer relativ gerade bleiben. Das ist ganz wichtig.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 20.06.2012 geführt.

Maike Albrecht ist 70 Jahre alt. Seit eines Sturzes vor acht Jahren leidet sie aufgrund einer Bandscheibenvorwölbung an chronischen Rückenschmerzen. Vor drei Jahren ließ sich Maike Albrecht deshalb an der Bandscheibe operieren. Maike Albrecht geht regelmäßig wandern, fährt im Alltag stets Rad und macht tägliche Früh-Gymnastik. Außerdem leitet sie eine Senioren-Sportgruppe, in welche sie gezielt Übungen für den Rücken einbaut. Gegen die chronischen Schmerzen hat Maike Albrecht zahlreiche Ablenkungsstragien entwickelt und auch eine Psychotherapie in Anspruch genommen.

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