Patientenbeitrag

Anfangs hat es Marie Bernstein geholfen, gegen die Langeweile beim Krafttraining Musik zu hören oder zu lesen



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Die Zeit, die ich da verbringe, das nervt mich, dass ich die da investieren muss. Und dann habe ich am Anfang mir also Musik mitgebracht. Das ging gar nicht, weil es dort so laut ist, dass meine Musik in dem allgemeinen Getöse untergeht. Dann habe ich mir Hörbücher auf das Gerät geladen und das ging eine Weile, machte aber auch keinen Spaß. Der Fernseher, der dort läuft mit allen Programmen, das fand ich schrecklich. Das habe ich nie gemacht. Und dann habe ich irgendwann gemerkt, dass es eigentlich sehr schön ist, eigentlich nur meine Hanteln zu stemmen, also meine Geräte zu machen und zu sagen: „Was für ein Quatsch. Ich muss mir doch da keine Ohrstöpsel reinstecken, um die Zeit hinter mich zu kriegen. Es ist eine wunderbare Zeit, in der ich spüre wie mein Körper sich abschafft und mein Geist frei ist, um über dies und jenes nachzudenken.“ Dann habe ich die Dinger zu Hause gelassen und das war es dann. Mit dem Swingtrainer habe ich das noch nicht geschafft. Da nehme ich mir also immer noch was zu lesen mit und lese während der Zeit. Weil ich das hart finde, dort so eine halbe, dreiviertel Stunde – das strengt mich körperlich noch sehr an. Und wenn ich dann was lese, dann geht die Zeit sehr viel schneller um.

Marie Bernstein
Das Interview wurde am 21.04.2013 geführt.

Marie Bernstein ist 63 Jahre alt. Mit 30 Jahren bekam sie erstmals Rückenschmerzen, die sie zunächst mit Schmerzmitteln und Entlastungsübungen in Schach hielt. Etwa 10 Jahre darauf bekam sie aber erneut starke Schmerzen und Lähmungserscheinungen – ein Bandscheibenvorfall wurde diagnostiziert. Daraufhin befasste sich Marie Bernstein eingehender mit ihrem Körper: Sie ließ sich in Alexander-Technik schulen, geht seitdem regelmäßig ins Fitnessstudio und fährt im Alltag viel Rad. Außerdem hat Marie Bernstein gute Erfahrungen mit Qigong gemacht und meditiert täglich.

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