Patientenbeitrag

In kleinen Schritten versucht Andreas Hempler, eine ausgewogenere Ernährung in seinen Alltag zu integrieren



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Ich versuche schon, mich ausgewogener zu ernähren als früher. Also das hat ganz viel mit dem körperlichen Wohlbefinden zu tun, wie man sich ernährt. Also das ist auf jeden Fall so, egal was die Werbung oder was sonst jemand sagt. Also jemand, der sein Leben lang sich schlecht ernährt, da ist vorprogrammiert, dass der nicht alt wird und wenn er alt wird, ganz übel endet. Ich versuche zum Beispiel jeden Tag Obst zu essen. Früher bin ich gern in Pommesbuden und sowas gegangen. Und dann, wenn man das so eine Zeit lang nicht mehr gemacht hat, schmeckt einem das gar nicht mehr. Dann hinterher sagt man, „Schon wieder Pommes essen?!“, dabei ist es eigentlich die erste im Jahr. Also das ist eben so, je mehr Gewohnheit man in den Alltag integriert, desto einfacher wird das hinterher. Ich versuche diese ganzen Fette, McDonalds und so etwas zu vermeiden. Und dann versuche ich, nicht so schnell zu essen. Dass ich wenigstens einigermaßen anständig Zeit habe um zu essen. Zum Beispiel, wenn ich abends esse, lese ich dabei immer die Tageszeitung im Internet. Ich lese immer zwölf Stück und dann ist genug Zeit, um dabei zu essen. Ist mir dann auch egal. Also das dauert dann seine Stunde und die Stunde habe ich auch immer am Tag. Und ich versuche, in absehbarer Zukunft Vegetarier zu werden. Da halte ich sehr viel von. Also auf jeden Fall diesen hohen Fleischkonsum, den ich eigentlich habe, um schnell Energie zuzuführen, dass ich den reduziere. Da versucht man ja zum Beispiel, heute noch schnell Essen zu machen – da isst man ja irgendwas, was einem schnell Kalorien gibt, schnell satt macht und dadurch natürlich total ungesund ist. Ich habe schon vegetarisch gelebt eine Woche, das hat mir eigentlich gut gefallen.

Zum Beispiel das zum Vegetarier Werden wird wahrscheinlich immer leichter, je mehr das in den Alltag integriert ist. Ich stelle mir das nicht so vor, dass ich jetzt sage, ich kaufe überhaupt kein Fleisch mehr, sondern dass ich das so mache, dass ich immer mehr auf Fleisch verzichte. Beim Rauchen ist das schon anders, da muss man radikal aufhören. Aber, wie gesagt, ich möchte jetzt auch nicht vor laufender Kamera den Gesundheitsapostel spielen. Es sind auch viele Sachen, die nicht jeden Tag klappen. Also es kann auch passieren, dass ich heute noch eine Pommes esse oder so etwas. Ich bin auch nicht so, dass ich jetzt sage: „Du fängst jetzt mit dem Hantel-Training an, hörst das Rauchen auf und wirst Vegetarier.“ Alles auf einmal schaffe ich sowieso nicht, kriege ich nachher nur Minderwertigkeitskomplexe. Wenn man alles versucht, dann schafft man gar nichts, dann sagt man, „du schaffst ja gar nichts“.

Andreas Hempler
Das Interview wurde am 05.06.2013 geführt.

Andreas Hempler ist 51 Jahre alt. In den letzten 25 Jahren hatte er mehrfach starke Ischialgie-Vorfälle. Anstelle von Medikamenten geht Andreas Hempler mit Rückenübungen und progressiver Muskelrelaxation gegen die Schmerzen an. Außerdem versucht er, insgesamt mehr Bewegung und Stressausgleich in sein Leben zu integrieren.

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