Patientenbeitrag

Bei der Schreibtischarbeit versucht Daniel Klee, seine Wirbelsäule wenigstens ein bisschen in Bewegung zu halten



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Mir fällt das unheimlich schwer, mich bewusst gerade hinzusetzen und dann so zu sitzen. Ich habe es gern gemütlich, sage ich mal. Wenn ich jetzt zum Beispiel etwas lese, dann mache ich das nicht unbedingt am Schreibtisch, also dass ich mir das, was ich lese auf den Schreibtisch lege und dann so lese, sondern nehme eine gemütlichere Haltung ein, um gemütlich zu sitzen. Wenn ich wieder schreibe, dann setze ich mich wieder gerade hin. Also ich versuche so im Rahmen dessen, was man als sitzender Mensch so machen kann, meine Wirbelsäule so ein bisschen in Bewegung zu halten. Ich stehe zum Beispiel auch auf, wenn ich telefoniere. Das mache ich auch gern. Also ich versuche wirklich nicht so viel zu sitzen. Wenn ich eine Stunde am Schreibtisch gearbeitet habe, gehe ich dann einfach raus und laufe den Gang hoch und runter. Das sind fünf Minuten maximal der Arbeitszeit, aber das tut einfach gut und bringt den Kreislauf wieder ein bisschen in Schwung. Das hilft einfach so viel. Manchmal kann man das ja auch mit etwas Nützlichem verbinden. Wenn man etwas zu erledigen hat, dann hat man die Möglichkeit, entweder den Kollegen im nächsten Raum anzurufen und ihn was zu fragen oder man geht einfach rüber. Das ist für mich ein Riesenunterschied. Ich gehe da rüber, dann stehe ich dort ein bisschen rum und bespreche die Sachen direkt. Ansonsten bewege ich mich den ganzen Tag nicht weg. Dass man so was macht. Und das hat auch immer zwei Seiten. Da ist auch immer noch diese soziale Komponente dabei. Man bewegt sich, man tut also etwas für seine Gesundheit und man hat auch noch diesen sozialen Kontakt und agiert nicht nur aus seinem einsamen Büro heraus. Man nimmt die Welt um sich herum noch einmal wahr. Das klingt vielleicht komisch, aber ich finde das einfach wichtig.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 14.01.2013 geführt.

Daniel Klee ist 33 Jahre alt. Schon seit er 21 ist, leidet er unter Rückenschmerzen. Durch gezieltes Training im Fitnessstudio, Klettern und Radfahren trainiert er seine Muskulatur. Im Büroalltag achtet er auf genügend Bewegung. Seinen Stress hat er reduziert, indem er ein besseres Zeitmanagement für sich gefunden hat.

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