Patientenbeitrag

Obwohl Marie Bernstein sich erst überwinden musste, ins Fitnessstudio zu gehen, hat sie gemerkt, dass es eine gelenkschonende Alternative zum Joggen ist



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Ich bin nie eine große Sportlerin gewesen, aber habe immer Freude an Bewegung gehabt und habe dann, als die Kinder ein bisschen größer waren und die Freiräume wieder wuchsen, angefangen zu joggen. Ich fand das sehr schön, weil man bei uns wunderschön am Flüsschen entlang joggen kann. Ich fand das ganz herrlich, habe aber gemerkt, dass mir die Hüften danach sehr weh getan haben und ich mich körperlich nicht so wohl gefühlt habe. Ich hatte das Gefühl, es tut auch den Gelenken nicht so gut. Und dachte dann: „Aber irgendwas willst du für deine Fitness tun.“ Und dann war ich in den 50ern und wollte auch körperlich einfach [gewappnet sein] – ich hatte noch viel vor und habe einfach gemerkt, der Körper braucht seine Zuwendung und braucht auch sein Training. Und dann hat eigentlich meine Tochter mich dahin geschleppt. Dann habe ich das zwei, drei Mal gemacht und habe gemerkt, dass es mir gelingt, das in meine Woche einzubauen. Ich kann mich noch erinnern, dass es schon eine Schwelle war. Also irgendwo kommt man sich auch bescheuert vor, wenn man auf diesem Laufband oder auf dem Rad trainiert. Oder auf dem Swingtrainer, den ich fantastisch finde: Man steht da eine halbe Stunde drauf und denkt: „Was mache ich hier? Wenn es wenigstens noch Strom liefern würde – aber meine kostbare Zeit hier mit so einer stupiden Aktivität zu verbringen?!“ Aber ich habe eben gemerkt, dass ich mich hinterher körperlich sehr wohl gefühlt habe und viel belastbarer wurde. Schlaf ist überhaupt kein Problem [mehr]. Ich schlafe wie eine Tote und wache meistens wie neu geboren auf. Also ich habe gemerkt, es tut mir in jeder Hinsicht gut. Und dann kommt noch dazu, dass mein Mann das eben auch sehr regelmäßig macht und wir uns da gegenseitig sehr drin bestärken in dem Gefühl, das tut uns gut. Das tut gut, dass wir gesundheitlich einfach am Ball bleiben und fit bleiben. Von daher ist es eigentlich auch eine schöne Auszeit oft gewesen. Und ich plane es dann wirklich wie einen Termin.

Marie Bernstein
Das Interview wurde am 21.04.2013 geführt.

Marie Bernstein ist 63 Jahre alt. Mit 30 Jahren bekam sie erstmals Rückenschmerzen, die sie zunächst mit Schmerzmitteln und Entlastungsübungen in Schach hielt. Etwa 10 Jahre darauf bekam sie aber erneut starke Schmerzen und Lähmungserscheinungen – ein Bandscheibenvorfall wurde diagnostiziert. Daraufhin befasste sich Marie Bernstein eingehender mit ihrem Körper: Sie ließ sich in Alexander-Technik schulen, geht seitdem regelmäßig ins Fitnessstudio und fährt im Alltag viel Rad. Außerdem hat Marie Bernstein gute Erfahrungen mit Qigong gemacht und meditiert täglich.

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