Patientenbeitrag

Wenn sie nicht nur für sich kocht, kann Katja Hoffmann das Kochen viel mehr genießen



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Ich koche auch nicht immer selbst oder alleine, sondern mein Freund und ich wechseln uns mitunter ab oder kochen auch mal zusammen. Auch wenn ich letztlich häufiger diejenige bin, die kocht. In jedem Fall, egal wer kocht oder ob wir zusammen kochen oder ob ich alleine koche, wir essen zusammen. Und darin besteht das Ritual. Das fand ich in Jahren meines Studiums, in denen ich in WGs gewohnt habe, in denen beispielsweise nicht zusammen gegessen wurde, man für sich alleine eine Mahlzeit zubereitet, da wird halt oft nicht gekocht. Also das kenne ich auch aus Unterhaltungen mit vielen Freunden und Bekannten, dass die Frustrationsgrenze zu überwinden, für sich alleine ein Essen zuzubereiten [sehr schwierig ist]. Dass man entweder von jedem Gemüse so wenig nimmt, dass dabei eine Mahlzeit rauskommt oder man drei Tage von einem Essen isst. Und es macht auch einfach nicht genauso viel Spaß, wenn man es alleine isst. Und wenn das mit dem Ritual verbunden ist, gemeinsam eben Essen aufzunehmen, dabei eine Unterhaltung zu führen, den Tag abzuschließen, kann man auf jeden Fall von einem Ritual reden. Darin besteht dann auch die Kraft, aus der das regelmäßig wiederholbar ist und dann irgendwann auch ein Automatismus wird, den man nicht mehr mit dem Kopf regeln muss, dass man sagt, „so und jetzt koche ich etwas und jetzt koche ich auch noch was Gesundes“. Sondern indem das eine Regelmäßigkeit bekommt, die dann auch gar nicht mehr groß durch eine Motivation erst hergestellt werden muss, sondern die halt normal ist.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 02.01.2013 geführt.

Katja Hoffmann ist 32 Jahre alt. Seit ihrer Jugend leidet sie unter chronischen Rückenschmerzen und einer leichten Skoliose. Obwohl sie sich nie als sportliche Person wahrgenommen hatte, hat Katja Hoffmann gemerkt, dass sie durch regelmäßigen Sport ihre Rückenschmerzen in den Griff bekommen kann. Seit etwa zwei Jahren geht sie deshalb zum Rückentraining sowie ins Fitnessstudio. Der regelmäßige Sport, ausgiebiges Kochen und ein konsequentes Zeitmanagement helfen Katja Hoffmann beim Stressausgleich.

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