Patientenbeitrag

Katja Hoffmann hat ihr Schulsporttrauma überwunden und ein positives Verhältnis zu Bewegung entwickelt



War der Beitrag hilfreich?
Text ein- und ausblenden

Ich habe nie ein positives Verhältnis zu Sport gehabt bis vor wenigen Jahren und habe dann ein Aha-Erlebnis gehabt, dass es irgendwie ausgleichend wirkt und so weiter. Und eigentlich auch das sich Motivieren für den Sport: Das war eher sogar so, dass in der wirklich stressigen Zeit von der Magisterarbeit, wo dann wirklich auch mal das ein oder andere Mal Zeit gefehlt hat, um zum Sport zu gehen, dass das eher einen Leidensdruck erzeugt hat, zu sagen: „Okay, ich muss mich hinsetzen. Ich muss arbeiten. Ich kann leider jetzt nicht zum Sport gehen.“ Und dass das eher Leidensdruck erzeugt hat, beziehungsweise man dann wenigstens den Kompromiss eingeht, die halbe, drei Viertel Stunde jetzt hier zu Hause was zu machen. Die muss ich mir aber trotzdem irgendwie nehmen, weil ich ansonsten nachher die Auswirkungen habe, dass ich den Rücken mit seinen Beschwerden eventuell stärker spüre oder wieder eine Blockade stattfinden kann, oder eine punktuelle Verspannung, die dann wieder irgendwie so eine ganze Muskelblockade aufbaut oder so. Ja, so hat sich das Blatt in Bezug auf die Einstellung zum Sport geändert mit der Zeit.

Also typisches Schulsporttrauma: Wo der Sport darin bestand, zu sehen, dass man dem Sportunterricht entgeht, weil der Sportunterricht an sich nicht erfreulich war. Ich habe ansonsten eher musische Hobbys in meiner Kindheit und Jugend gehabt und dann schien das so, als wenn man sich zwischen diesen Sachen entscheidet – also entweder man ist sportlich oder man ist musisch. Und dann lehnt man auch den anderen Teil ab. Ich hatte zu dem Zeitpunkt nie wirklich ausprobiert, was mir an Sport Spaß macht oder nicht. Aber es hat halt lange gedauert, bis da irgendwie der Knoten geplatzt ist und ich gemerkt habe „alles klar, ich finde Sport eigentlich gut. Es gibt sportliche Betätigungsfelder, die ich angenehm finde“. Und wenn die Barriere einmal überschritten ist, merkt man ja dann einfach auch körperliche Auswirkungen davon, wenn man Sport macht. Dass man anders ausgeglichen ist, dass man besser schlafen kann, dass man eine andere Körperspannung hat und alles Mögliche und dann liegen halt die Argumente eindeutig so, dass man sich zum Sport dann ganz einfach bekennen kann, wenn man so diese Erfahrung gemacht hat.

grüner Mensch streckt Arme in die Luft mit dunkelgrüner Schattierung
Das Interview wurde am 02.01.2013 geführt.

Katja Hoffmann ist 32 Jahre alt. Seit ihrer Jugend leidet sie unter chronischen Rückenschmerzen und einer leichten Skoliose. Obwohl sie sich nie als sportliche Person wahrgenommen hatte, hat Katja Hoffmann gemerkt, dass sie durch regelmäßigen Sport ihre Rückenschmerzen in den Griff bekommen kann. Seit etwa zwei Jahren geht sie deshalb zum Rückentraining sowie ins Fitnessstudio. Der regelmäßige Sport, ausgiebiges Kochen und ein konsequentes Zeitmanagement helfen Katja Hoffmann beim Stressausgleich.

Alle Beiträge von Katja Hoffmann

Schlagworte:

Neuen Kommentar verfassen






* Pflichtangaben